Donnersbergkreis Musik ist ihre Leidenschaft
Kayla Braxton aus Oberarnbach hat am Wochenende in der TV-Talentshow „The Voice Kids“ auf Sat.1 mit dem Lied „Count on me“ von Bruno Mars die Jury überzeugt. Die Juroren Mark Forster und Max Giesinger warben in der sogenannten Blind Audition – bei der die Jury mit dem Rücken zur Bühne sitzt – beide darum, Braxton in ihr jeweiliges Coaching-Team zu bekommen. Kaylas Entscheidung fiel dann auf den aus Winnweiler stammenden Forster.
„Es war super spannend und bei uns im Wohnzimmer auch richtig was los“, erzählt Sarah Braxton, Kaylas Mutter. Nun steht das Gesangstraining mit Mark Forster zur Vorbereitung auf die sogenannten Battles bevor: Darin treten drei Mitglieder eines Teams gegeneinander an. Der eigene Coach muss nach dem Auftritt entscheiden, welchen seiner Kandidaten er mit in die nächste Runde nimmt. „Ein Termin für die Battles steht noch nicht fest“, so Sarah Braxton. Mit ihrer Teilnahme erfüllt sich die neun Jahre alte Schülerin einen langgehegten Traum. Musik ist für sie mehr als nur ein Hobby – sie ist ihre große Leidenschaft. Kayla singt, seit sie denken kann. Bereits mit fünf Jahren hat sie an Talentshows teilgenommen und bei einer lokalen Kinofilmproduktion mitgewirkt. Auch bei Musicals in der Schule oder in der evangelischen Kirchengemeinde ist sie aktiv. Die Leidenschaft für Musik ist ihr wohl auch in die Wiege gelegt worden. Weitläufig ist Kayla mit der US-amerikanischen Soul- und R&B-Sängerin Toni Braxton verwandt. „Toni ist die Cousine des Großvaters meines Mannes“, erklärt Mutter Sarah Braxton. „Wir haben aber keinen Kontakt und sie auch noch nie persönlich gesehen.“ Gemeinsam mit dem Bruder Jalen und den Eltern Jamain und Sarah hat Kayla drei Jahre auf Guam im westlichen Pazifik gelebt. Mutter Sarah stammt aus Oberarnbach. Der Vater, ein US-Amerikaner, ist in Ramstein bei der Air Force stationiert. Kayla besucht die vierte Klasse der Grundschule In der Au in Landstuhl. „Kayla geht zu allen Castings, von denen sie erfährt. Die ist so“, erzählt ihre Mutter schmunzelnd. „Wir hatten uns schon für die letzte Staffel von ,The Voice Kids’ über ein Online-Video mit dem Song ,Rolling In The Deep’ von Adele beworben. Das hat dann leider zeitlich nicht mehr gereicht. Aber das Video war dann vor ungefähr einem Jahr auch das Bewerbungsvideo für diese, die sechste, Staffel.“ Das erste Casting fand in Frankfurt, das nächste in Berlin statt. „Die Termine waren sehr entspannt und gut durchorganisiert“, berichtet Mutter Sarah, die immer an Kaylas Seite war. Über Details „dürfen wir nichts sagen“, spielt Sarah Braxton auf vertragliche Vereinbarungen mit dem Sender an. Von Sat.1 bekamen sie für das Vorsingen eine Vorschlagsliste mit Liedern geschickt. Daraus sollten sie sich drei aussuchen. Ein langsames, ein mittleres und ein schnelles. „Damit die Stimme gut zur Geltung kommt.“ Kayla: „Man darf die Lieder vom Casting nicht in den Blind Auditions singen.“ Bei den Castings waren nicht die prominenten Juroren der Blind Auditions dabei. Nena nebst Tochter Larissa, Max Giesinger und Mark Forster kommen erst bei den TV-Aufzeichnungen ins Spiel. Aber auch die Juroren des Senders gäben Tipps, was man verändern oder besser machen könne. Bei Kayla hieß es: „Bis zum nächsten Casting“ – und sie war weiter.