Donnersbergkreis Musik für Pferde und standfeste Windräder
Mit Musik geht alles besser, heißt es. Und das trifft ganz offensichtlich auch auf Pferde zu. Zumindest für Inga Mücke – Heavy Metal Fan und Schülerin am Wilhelm-Erb-Gymnasium in Winnweiler – scheint das nach ihrem Selbstversuch mit Pferd bei „Jugend forscht“ geklärt. Mit ihrem sportlichen Experiment belegte sie einen dritten Platz beim Regionalwettbewerb in Kaiserslautern.
Die junge Forscherin aus der Jahrgangsstufe 13 am WEG erstellte einen Freisprung-Parcours, den ihr Pferd, begleitet von verschiedenen Musikrichtungen und Musikstärken, bewältigen musste. Sie stellte fest, dass sowohl Musikart als auch Lautstärke die Geschicklichkeit des Pferdes beim Durchlaufen des Parcours beeinflussen. Ein Ergebnis, das nach ihrer Erwartung künftig im Pferdesport genutzt werden könnte. Der Frage, wie die Methanproduktion in Biogasanlagen funktioniert und wie sie mit chemischen Mitteln gesteigert werden kann, beschäftigte Markus Baldermann und Hauke Dietrich aus der Jahrgangsstufe 13 des WEG. Sie erhielten dafür den Sonderpreis in Umweltschutz. Luca Günther (6b) und Matilda Dembowski (7a) zeigten an ihrem Stand, dass sie den wachsenden Plastikmüllbergen eine neue Idee entgegensetzen wollen: In Biologie beschäftigten sich die Winnweilerer Schüler mit der Aufgabe, wie man aus biologisch abbaubaren Stoffen eine Folie herstellen kann, die sich zum Verpacken von Lebensmittel eignet. Sie wurden dafür mit dem zweiten Platz im Fachgebiet Biologie belohnt. Kevin Huber und Raphael Gaedtke, beide Klasse 6b, belegten den dritten Platz in „Technik“ bei „Schüler experimentieren“. Ihr Projekttitel lautete „Windräder auf stabilem Fuß“. Dabei widmeten sie sich der Optimierung der Stützkonstruktion eines Windrades. Diese muss stabil sein, um starken Winden zu trotzen, aber auch elastisch, um Brüchen vorzubeugen. Ein Vorbild fanden sie in der Natur bei Pflanzenstängeln. Demnach konstruierten sie verschiedene Modelle für Windradstützen aus Papier, um die günstigste Form zu ermitteln. Den Sonderpreis für Umweltschutz erhielten Felix Krehbiel und Jan Hochwärter, beide 8c, im Fachgebiet Biologie in der Sparte „Schüler experimentieren“. Sie gingen der Frage nach, ob man durch von Menschenhand geschaffenem Lebensraum eine Vermehrung der Insektenbestände erzielen kann. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Tiere ihre natürlichen Lebensräume gegenüber den künstlich geschaffenen bevorzugen. Mit dem Brunnenwasser im elterlichen Garten beschäftigte sich Maja Janz gemeinsam mit ihrer Klassenkameradin Pauline Sandhäger beide 6. Klasse. Sie untersuchten das Wasser mit chemischen Methoden und bestimmten verschiedene Stoffe, die nur in geringen Mengen im Wasser vorhanden sein sollten, damit man es trinken kann. Ebenso bestimmten sie Sauerstoffgehalt und den pH-Wert des Brunnenwassers. Das erfreuliche Ergebnis: Das Brunnenwasser schnitt sehr gut ab. Insgesamt haben die WEG-Schüler damit von den Regionalwettbewerben in Landau und Kaiserslautern einen zweiten Platz, zwei dritte Plätze und zwei Sonderpreise mit nach Hause gebracht. Im Fachgebiet Mathematik/Informatik überzeugte beim Regionalwettbewerb in Bingen Luca Bosle aus der Stufe 13 am Gymnasium Weierhof . Er beschäftigte sich mit der „Mathematischen Modellierung von Sommergewittern und Eiszapfen aus Zahlen“. Zahlreiche weitere Weierhöfer waren zuvor schon beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ in Frankenthal aktiv (wir berichteten). Darunter der 14-jährige Valerio Cicogni, der im Fachbereich Chemie mit seinem Projekt „Synthese von Fruchtestern“ den ersten Platz belegte. Er darf damit zum Landeswettbewerb reisen, der für „Jugend forscht“ vom 5. bis 7. April bei der BASF Ludwigshafen und für „Schüler experimentieren“ am 28. und 29. April bei der Firma Böhringer in Ingelheim stattfindet. Vincent Fischer, Julius Czchak sowie Jannick Schertel vom Weierhof belegten in der Kategorie „Arbeitswelt“ mit ihrem Projekt „Papierforschung“ den dritten Rang. Im Fachbereich Biologie erreichten Katharina Plugge und Eva Bretschneider (Pferdebewegungen im Paddock-Trail) den zweiten Platz. Felix Grün, Luca Aschmetat und Richard Homburg wurden im gleichen Fachbereich mit ihrer Arbeit „Veränderung der Pflanzengesellschaft in einem geschlossenen Modell-Lebensraum“ Dritte. (jgl/eec)