Donnersbergkreis Mit Radetz gegen TTF II

Winnweiler. Wenige Wochen noch, dann wird es ruppig. Wenn Angela Radetz – gerade erst vorige Runde gewechselt – im Oktober nach Tübingen zieht, verliert der TTC Winnweiler eine seiner großen Stützen. Sie adäquat ersetzen kann der talentierte Pfalzliga-Trupp nicht: Aufgestockt werden muss immer aus der Zweiten, einige Punkte gehen dem TTC wohl flöten. Ist ernste Gefahr in Verzug?
„Ich mache mir da gar keine Sorgen“, glaubt Radetz an ihre Mannschaft. Nun: Im Spieljahr 2013/14 überzeugte die Studentin in der 1. Pfalzliga mit einer nicht herausragenden, dafür aber konstanten, zuverlässigen 26:27-Bilanz – auf Punkt zwei des TTC. Nach der für sie verkorksten Hinrunde kam sie in Fahrt. Und verlässt Winnweiler nach nur einer Saison an den Platten. Grund: Das Studium zieht Radetz ins Schwabenland. Dem TTC fehlen damit wöchentlich nicht nur sichere Zähler – er muss auch aufrutschen und auf Ersatz aus der zweiten Garde bauen. Rotation ist angesagt. „Unser Ziel ist wie immer, die Klasse zu halten. Wir haben gute Spielerinnen hintendran, das sollte klappen. Wir sind bestimmt nicht stark genug, um aufzusteigen“, betont Radetz. „Ich spiele so oft es geht. Aber ich werde oft ausfallen.“ Einen ihrer letzten regelmäßigen Einsätze gibt sie morgen, 19 Uhr, zuhause gegen TTF Frankenthal II. Kein Zuckerschlecken: Daniela Stauch, im Vorjahr noch Top-Spielerin der TTA KASch Vinningen, steht dort nur auf Drei. „Sie gehört definitiv nach vorne. Wir haben ziemlich Respekt, geben aber wie immer alles. Es wird spannend“, befürchtet die Langmeilerin. Wie wichtig wäre der erste Zweier – gerade nach dem Fehlstart in Zellertal (2:8), deshalb, weil Radetz bald geht. Verschläft der TTC den Rundenbeginn in Bestbesetzung, könnte er schnell im Keller landen. (ppp)