Donnersbergkreis Mit Charme, Witz und natürlich viel Blues
DIELKIRCHEN. „Aus dem tiefsten Sumpfgebiet in der Nähe von Darmstadt“ kämen die Gäste dieses Abends, kündigte Ken Legendre die Bluesband „Papa Legba’s Blues Lounge“ am Dienstagabend in seiner Majik Lounge in Dielkirchen an. Mehr musste er auch nicht sagen, den Rest konnten die drei Männer ganz gut alleine.
So wie an diesem Abend stellt man sich einen gelungenen Bluesabend vor. Als Gast hatte man das Gefühl, mitten in einer lockeren Session zu sein. „Wir machen hier heute Abend kein Konzert. Eigentlich machen wir ein bisschen Quatsch hier“, erklärt lachend Gitarrist Jürgen Queissner. Das Publikum klatschte, pfiff und genoss in vollen Zügen diesen „Quatsch“. Ohne Zugabe durften das Trio nach über zwei Stunden schönstem Blues nicht einfach gehen. Entzückend auch ihre Dialoge auf der Bühne. Zweimal mussten sich der Bassist Thomas Heldmann und Gitarrist Jürgen Queissner erst einmal auf die zu spielende Melodie einigen – dies sehr zur Erheiterung der Zuschauer. „Wir haben eine Regel. Jedes auf der Bühne gesprochene Wort erspart uns zwei Stunden Proben“, erklärt lachend Reiner Lenz. Der spielte meist die Mundharmonika, hatte aber auch noch viele weitere interessante Musikinstrumente parat. Eine Blechtrommel, eine Nasenflöte, ein Kazoo und eine Maultrommel. Meist wurden die Lieder jemandem gewidmet. So widmete man beispielsweise der gesamten Vorstandschaft der Deutschen Bank den Song „I can’t be satisfied“ oder Bahn-Manager Rüdiger Grube „Mystery Train“. Wunderbar smooth kam der Song „Sporting life Blues“ rüber. Im Hintergrund hörte man die Gitarre und den Bass, die Melodie wurde gepfiffen und mit der Mundharmonika gefühlvoll vollendet. Bei sehr bekannten Liedern wie „Let’s work together“ sangen die Zuschauer begeistert mit. Die meisten von ihnen waren Zeitzeugen von Woodstock. „Die Platte hatte man gekauft wegen der halbnackten Mädchen, die sich in den Pfützen wälzten. Die Musik war einem egal“, erzählt Queissner. Das Publikum war begeistert von diesen drei Musikern. Nach viel Blues, Charme und Witz in einer lockeren Atmosphäre gingen die Zuschauer „gesättigt“ nach Hause.