Donnersbergkreis Mehr Infos, besserer Nahverkehr

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Eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs zwischen den beiden Verbandsgemeinden auf der einen, ein gegenseitiger Informationsaustausch auf der anderen Seite: Das waren zwei wesentliche Wünsche, die Bürger aus den Verbandsgemeinden Alsenz-Obermoschel und Meisenheim bei der Auftaktveranstaltung der rheinland-pfälzischen Zukunftsinitiative „Starke Kommunen – Starkes Land“ in der Alsenzer Nordpfalzhalle geäußert haben.

Wie berichtet, bilden die beiden Verbandsgemeinden bei dem vom Land bis 2016 geförderten Projekt einen von sechs Modellräumen in Rheinland-Pfalz. Zu Beginn der Bürgerbeteiligung sollten unter Anleitung der entra Regionalentwicklung aus Winnweiler, die den Prozess begleitet, zentrale Handlungsfelder gefunden und Projektideen entwickelt werden. Unter dem Motto „Zukunftsträume verwirklichen“ hatten die rund 80 Besucher die Möglichkeit, an den drei Themenfeldern „Junges Leben in der Region“, „Gesund leben in der Region“ sowie „Älter werden in der Region“ mitzuarbeiten und erste Vorschläge einzubringen. Dabei kristallisierte sich unter anderem heraus, dass Bedarf an einer besseren gegenseitigen Information besteht – nicht zuletzt deshalb, weil unterschiedliche Tageszeitungen und Amtsblätter vorhanden sind, die nur die jeweilige Verbandsgemeinde abdecken. Darüber hinaus wurde vielfach der Wunsch nach einer Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs in beide Richtungen vorgetragen. So haben Einwohner der VG Meisenheim offenbar großes Interesse, an den Bahnhaltepunkt Alsenz und damit den Rheinland-Pfalz-Takt angebunden zu werden. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass 2015 das Angebot auf dieser Strecke mit Direktzügen nach Mainz und Frankfurt weiter verbessert werden soll. Umgekehrt wäre für Bürger aus der VG Alsenz-Obermoschel eine leichtere Erreichbarkeit der neuen Glantal-Klinik in Meisenheim ein großer Vorteil. Hier soll noch in diesem Jahr ein Modellprojekt für eine künftige ärztliche Versorgung im ländlichen Raum starten: Neben 120 Betten für Neurologie, Chirurgie und innere Medizin entstehen auch 30 Reha-Plätze. Bisher einmalig sei in Rheinland-Pfalz die Einrichtung einer interdisziplinären Grundversorgungsabteilung mit Behandlungsmöglichkeiten in den Gebieten Gynäkologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Orthopädie und Urologie. Hinzu komme ein Facharztzentrum im Krankenhaus, in dem ambulant tätige Mediziner aus verschiedenen Disziplinen ihre Leistungen unter einem Dach anbieten, informierten der Meisenheimer Verbandsbürgermeister Dietmar Kron und Ministerialdirektor Randolf Stich als Vertreter der Landesregierung. Des Weiteren gebe es auch im touristischen Bereich mehrere zu bearbeitende Felder, wo Stärken bei einem gemeinsamen Vorgehen besser herausgestellt werden könnten. Schließlich war auch die Leerstandsthematik ein häufig genanntes Thema, das in den Arbeitskreisen weiter bearbeitet und vertieft werden soll. Begleitet wird der Prozess durch eine Lenkungsgruppe, bestehend aus Vertretern der Verbandsgemeinden, des Innenministeriums sowie des begleitenden Büros entra. „Die Lenkungsgruppe wird noch vor Ostern das nächste Mal tagen und das weitere Vorgehen im Prozess mit den Ergebnissen von heute beschließen“, sagte der Alsenz-Obermoscheler Verbandsbürgermeister Arno Mohr. Nach Ostern werde per E-Mail erstmals ein Newsletter verschickt, in dem die Termine für die kommenden Arbeitskreistreffen – die auch im Amtsblatt veröffentlicht werden – genannt sind und der weitere Prozess vorgestellt wird. Für diesen Newsletter und die Mitarbeit in den einzelnen Handlungsfeldern konnten sich die Bürger direkt anmelden. Diese Möglichkeit besteht aber weiterhin bei Cornelia Petry von der Firma entra, E-Mail cornelia.petry@entra.de. Ministerialdirektor Randolf Stich hatte eingangs die Teilnehmer in der Nordpfalzhalle begrüßt. „Zukünftig werden neue Herausforderungen auf uns zu kommen, denen wir gemeinsam mit den Bürgern begegnen müssen. Lösungsideen sollten zur besseren Akzeptanz direkt aus der Region kommen, da nur die Bürger alleine die eigentlichen Probleme kennen“, sagte Stich. Dies werde die Landesregierung in den sechs Modellräumen der Zukunftsinitiative testen und sehen, welche Konsequenzen und welche Nutzen für die Bürger landesweit daraus gezogen werden könnten. Der Meisenheimer Bürgermeister Kron sagte: „Wir haben Sie heute eingeladen, um den Startschuss für eine intensive Arbeitsphase zu geben und um abzufragen, wie Sie denn zukünftig in unserer Region leben wollen.“ Auf der Suche sind die beiden Verbandsgemeinden noch nach einem gemeinsamen Logo für das Projekt. Dazu haben sie einen Wettbewerb ins Leben gerufen, bei dem es Preise zu gewinnen gibt. Einschränkungen und Gestaltungsvorgaben für das Logo gibt es keine, teilnehmen können auch Kinder und Jugendliche. (red)

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