Sportlerwahl Max Steinbach startet bei der Weltmeisterschaft
„Neben Quereinsteigern, meist im Erwachsenenalter, dürfen Kinder ab dem sechsten Lebensjahr an unserem Training teilnehmen. In diesem Alter begann auch Max“, erzählt Wolfgang Schmitt, Vorsitzender des AMC Kerzenheim, stolz im Hinblick auf die Erfolge seines Vereinsmitglieds. „Beim Motorrad-Trial geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um Konzentration, Geschick und Balance“, macht er klar. Mit dem speziellen Motorrad, das keinen richtigen Sitz, sondern lediglich eine Sitzmulde besitzt, muss ein Geschicklichkeitsparcours absolviert werden. Spektakuläre Sprünge und Fahrten über anspruchsvolle Hindernisse sind der Grund dafür, dass Trial-Fahrer als Meister der Balance und Körperkontrolle unter den Motorradfahrern gelten.
Der Weg in seinen Sport war für Max Steinbach quasi vorbestimmt, wie er heute erzählt: „Als ich noch ganz klein war, war mein Laufrad komplett hinüber, weil ich eigentlich ständig damit unterwegs war. Als ich dann auf das Fahrrad umgestiegen bin, konnte ich auf Anhieb ohne Stützräder fahren.“ Dass dies außergewöhnlich war, entging auch seinem Vater nicht: „Er hat damals in der RHEINPFALZ eine Anzeige gesehen, in der eine Art Trial-Show beworben wurde. Das hat uns beide fasziniert. Im Anschluss habe ich ein Probetraining absolviert“, beschreibt der Auszubildende der Eisenberger Klebsandwerke seine Anfänge. Seit zwölf Jahren ist er nun aktiv, hat viel erlebt und viel erreicht.
Große Erfolge und viele Pläne
Im vergangenen Jahr wurde er Rheinland-Pfalz-Jugendmeister. Außerdem erreichte er den zweiten Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Junioren. „Darauf bin ich sehr stolz“, sagt der passionierte Radfahrer. „Auf nationaler Ebene hat er gezeigt, was er kann. Wir sind stolz darauf, einen solchen Vorzeigeathleten in den Reihen der Talentschmiede des AMC zu wissen“, adelt Schmitt das Mitglied des Landeskaders Rheinland-Pfalz.
Steinbach, der in seiner Freizeit auch gerne ins Fitnessstudio geht, fiebert auf das Sportjahr 2022 hin. Mit der Teilnahme an der Trial-Weltmeisterschaft wird für ihn ein Traum in Erfüllung gehen: „Ich freue mich riesig auf die Weltmeisterschaft. Diese wird in Frankreich, Spanien, Deutschland und Italien stattfinden. Auf den Wettkampf in Deutschland freue ich mich noch ein bisschen mehr, da wird meine ganze Familie mit dabei sein. Das wird super.“ Die Weltmeisterschaft wird sich über die Sommermonate ziehen, die Fahrten über Deutschlands Grenzen hinaus mit dem familieneigenen Caddy absolviert – so ist es Tradition bei den Steinbachs.
Dankbarkeit für die Unterstützung
Bei allen eigenen Erfolgen ist Steinbach aber auch dankbar: dem Motorsportverband Rheinland-Pfalz zum Beispiel und Georg Hippel von Hippel Racing, der die Motorräder zu den Wettkampforten bringt und sich um die Wartung kümmert. Auch der finanzielle Aufwand sei nicht zu unterschätzen: „Ohne die Hilfe des ADAC Pfalz wäre das nicht möglich. Zusätzlich unterstützt mich Rock-Oil.“ Bis zu den ersten Weltmeisterschaftsläufen am 11. und 12. Juni in Frankreich will Steinbach wie gewohnt dreimal wöchentlich trainieren. Die WM-Wettkämpfe an sich sieht er als großes Abenteuer: „Ich weiß gar nicht wirklich, wie das alles abläuft, weil ich noch nie bei einer Weltmeisterschaft war. Auch was Zuschauerzahlen angeht, kann ich keine Prognose abgeben. Ich freue mich einfach darauf und lasse es auf mich zukommen.“