Winnweiler Mathematik ohne Grenzen: Nur Donnersberger Schüler dringen in Kaiserslauterer Dominanz ein
Das MoG-Konzept unterscheidet sich in zweierlei Hinsicht ganz wesentlich von anderen Mathematik-Wettbewerben: Zum einen können nur Gruppen teilnehmen, zum anderen handelt es sich um eine mehrsprachige Konkurrenz. Es treten somit nicht einzelne, besonders begabte mathematische „Einzelkämpfer“, sondern komplette Klassen und Kurse der Jahrgangsstufen 10 und 11 gegeneinander an. Sie organisieren sich selbst und legen fest, welche Kleingruppe welche Problemstellungen bearbeitet. Diese sind ohne funktionierende Teamarbeit in der vorgegebenen Zeit von 90 Minuten nicht bewältigen.
Die meisten Aufgaben sind keine reinen Rechenfragen, sondern eher anwendungsbezogen; ein Teil ist in den Fremdsprachen Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch formuliert und muss auch in dieser Sprache bearbeitet werden. Der Wettbewerb wird weltweit durchgeführt, am selben Tag nehmen mehr als 200.000 Jugendliche aus über 30 Staaten daran teil. Deutschland stellt mit etwa 60.000 Schülerinnen und Schüler eine der größten nationalen Gruppen, wobei rund ein Viertel davon aus Rheinland-Pfalz kommt.
Sechs Kaiserslauterer Gruppen unter Preisträgern
Unter den Preisträgern der Region Nordpfalz befanden sich sechs Gruppen von fünf Schulen aus Kaiserslautern. Die beste 10. Klasse kam vom Hohenstaufen-Gymnasium, gefolgt vom Gymnasium Weierhof aus Bolanden und dem St.- Franziskus-Gymnasium Kaiserslautern. Das ortsansässige Wilhelm-Erb-Gymnasium und das Sickingen-Gymnasium Landstuhl belegten die Plätze vier und fünf. Bei den 11er-Kursen gelang es nur dem Nordpfalzgymnasium Kirchheimbolanden, mit dem vierten Platz in die Dominanz der Barbarossastädter einzudringen: Der Sieg ging ans Heinrich-Heine-Gymnasium, das Hohenstaufen-Gymnasium belegte die Plätze zwei und drei, das Albert-Schweitzer-Gymnasium rundete den Erfolg mit Platz fünf ab. Alle Preisträger waren Leistungskurse. Der Sonderpreis für den besten Grundkurs ging an das Gymnasium an der Heinzenwies in Idar-Oberstein, das unter allen 11er-Kursen den 15. Platz belegte und damit auch eine Reihe von Leistungskursen hinter sich ließ.
Als Belohnung gab es für die siegreichen Gruppen Geldbeträge im unteren dreistelligen Bereich, die von regionalen Sponsoren – allen voran der Volksbank und dem Lions Club Kaiserslautern – gestiftet wurden. Überreicht haben die Preise die Leiterin der Veranstaltung, Lehrerin Gabriele Lapport vom Hohenstaufen-Gymnasium, Georg Ehrmann (Referent für Wettbewerbe und alte Sprachen am Bildungsministerium), der auch ein Grußwort sprach, und Kreisbeigeordneter Wolfgang Erfurt.
Gabriele Lapport mit viel Lob verabschiedet
Mit einem Blumenstrauß dankte Marina Kremer, stellvertretende Vorsitzende des MoG-Fördervereins, der zum Schuljahresende in Pension gehenden Gabriele Lapport. Diese hatte seit der Gründung der MoG-Region Nordpfalz vor 28 Jahren deren Leitung inne und ist auch erste Vorsitzende des Fördervereins. Nach eigener Aussage hat sie immer für den Wettbewerb und die Mathematik „gebrannt“ – ihr großes Engagement wurde allseits gelobt, ihr Ausscheiden bedauert. Mit Carolin Reischmann – ebenfalls vom Hohenstaufen-Gymnasium – steht aber bereits ihre Nachfolgerin fest.
Aufgelockert wurde die Preisverleihung durch ein Quiz mit dem Titel „Ach, das ist Mathematik“, vorgetragen von Sascha Spohr (Wilhelm-Erb-Gymnasium), sowie ansprechenden musikalischen Beiträgen der HSG Brass des Hohenstaufen-Gymnasiums unter Leitung von Silke Klauder.