Winnweiler Lesung gibt Einblick in ein ostjüdisches Leben
Eine Lesung, die vom Aufwachsen im chassidischen Ostjudentum zu Beginn des 20. Jahrhunderts berichtet, gibt es am kommenden Dienstag, 26. April, ab 20 Uhr im Jüdischen Museum in Winnweiler. Im Mittelpunkt steht das Buch „Brennende Lichter“ von Bella Rosenfeld Chagall (1895 bis 1944). Die Autorin und ihr Ehemann, der berühmte Maler Marc Chagall, stammten aus Witebsk/Weißrussland (heute Belarus). Witebsk war damals eines der größten Zentren des Ostjudentums, und beide kamen auch aus jüdischen Familien. Bella Rosenfeld Chagall war Tochter eines Juweliers.
In „Brennende Lichter“ (jiddischer Originaltitel: „Brenendike likht“) erzählt sie in einer Reihe reizvoller Vignetten Episoden ihrer Kindheit und vermittelt teils tiefe Einblicke in das oft mystische und geheimnisvolle, chassidische Ostjudentum, wie die Veranstalter der Lesung mitteilen.
Beata Hopp liest
Die Lesung im Jüdischen Museum in Winnweiler, Schlossstraße 37, gestaltet Beata Hopp. Werner Rasche gibt Erläuterungen, und Uta und Uwe Christiansen umrahmen mit passender Musik. Die Lesung wird auch von Bildern begleitet, im Anschluss ist für Interessierte noch eine kurze, themenbezogene Führung im jüdischen Teil des Museums vorgesehen.
Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung unter der E-Mail-Adresse Museen-Winnweiler@t-online.de oder Telefon 06302/1256 erforderlich. Der Eintritt ist frei; eine kleine Spende kann in ein Kässchen geworfen werden. Unter Umständen kann das Tragen von Masken gewünscht werden, informiert das Museum.