Donnersbergkreis Leserbriefe:

Beim Artikel von Reiner Henn war mir aufgefallen, dass ihm zweifelsfrei der Höringer Chor an diesem Abend wohl am besten gefallen hat. Sicherlich eine tolle Darbietung wie das gesamte Programm. Dass Herr Henn aber für den gesamten zweiten Teil nur noch halb so viele Zeilen übrig hatte und dieser nur noch den zeitlichen Rahmen gesprengt hätte, finde ich ein wenig schade. Was der Musikverein hier für ein Programm auf die Bühne zaubert, das war schon richtig klasse. Im voll besetzten Festhaus traf sich ein Publikum zwischen zehn und 90 Jahren. Wo bitte schön hört sich ein 15-Jähriger ausgefeilten herzerfrischenden Chorgesang von 25 Männern an? Denn die Sängervereinigung Winnweiler bewies, dass Singen auch im Alter noch sehr gut funktioniert. Umgekehrt spendete das ältere Publikum den drei Jungs, die ein gekonntes „Drummbattle“ hinlegten, viel Applaus. Der Hochsteiner Chorgesang von „Viel Harmonie“ präsentierte wieder sehr gute Musik. Die sprachliche Perfektion der Sänger und Sängerinnen unter der Leitung von Sonja Walter hat mich fasziniert. Auch dass Herr Henn die junge Formation Brixten nur als Aufzählung erwähnte, ist schade. Die stimmgewaltige junge Frau Michelle Breisch riss nicht nur das junge Publikum mit, welches am tobenden Applaus zu merken war. Das Saxofonensemble – einfach klasse. Sehr einfühlsam, auch die Darbietung von Jonathan Maas mit seiner Band. Wie sie an meinen Zeilen sehen, gefiel mir dieser Abend richtig gut. Pausenverpflegung klappte richtig gut, moderiert wurde der Abend hervorragend vom Ehepaar Dietrich. Und das alles, ohne Eintritt bezahlen zu müssen. Danke an alle Akteure, die einen abwechslungsreichen, sehr unterhaltsamen Abend gestalteten. Auf den ersten Blick (großes Foto, langer Text) scheint der Artikel dem überaus gelungenen Konzertabend gerecht zu werden. Beim Lesen stellt man jedoch fest, dass die Berichterstattung mit der Pause (20.30 Uhr) abbricht. Es ist nicht zu verstehen, dass der Redakteur die fünf nach der Pause auftretenden Gruppen nur kommentarlos aufzählt, während alle anderen teilweise ausführlichst gewürdigt werden. Stattdessen liest man unnötige „Kürzungsratschläge“ an die Organisatoren, das nächste Konzert betreffend, und unangemessene Kritik an der Besetzung eines neu gegründeten Jugendensembles. Ein Wort zum sympathischen Moderatorenteam und zum Leiter des Musikvereins wäre zu wünschen gewesen. Man kann die Organisatoren nur ermutigen, in dieser Weise auch künftig für die Musik zu werben.