Zimmer frei
Landhotel Berg: Gute Adresse für Wanderfreunde und Schlemmer
Albert und seine Frau Ruth Berg begründeten im Jahr 1852 mit ihrer Schankwirtschaft die Familientradition des Landhotels Berg. In nunmehr fünfter Generation leitet Ur-Urenkelin Ruth Brüggemann-Berg die Geschicke des Hauses in der Dannenfelser Oberstraße. Eine Spezialität des Restaurants sind seine vielen unterschiedlichen Buffets. „Wenn man zu Bergs geht, geht man nicht hungrig raus“, betont Herbert Brüggemann, der Ehemann der Inhaberin.
Besonders in der aktuellen Herbst- und Vorweihnachtssaison herrsche Hochbetrieb an der Berg’schen Buffettheke: Kastanien- und Wildbuffets, Adventsbrunch und – selbstredend – der Klassiker Schlachtbuffet seien bei den Gästen sehr gefragt. Besonders beliebt sei auch das Martinsgans-Buffet, erzählt Ruth Brüggemann-Berg. 23 Gänse habe sie in diesem Jahr alleine an einem einzigen Wochenende zubereitet. „Unsere Portionen sind gut“, sagt die Chefin, die selbst auch eine erfahrene Köchin ist, mit einem Schmunzeln. Sie ergänzt: „Eine Gans rechnen wir in der Regel für vier Personen.“ Auch Außer-Haus-Lieferungen sind möglich: Ein „Gänsetaxi“ bringt die fertig zubereitete Martinsgans auf Wunsch in die heimischen vier Wände.
Mutter der Chefin hilft bis heute mit
Ruth Brüggemann-Berg hat das Landhotel vor 13 Jahren von ihren Eltern Udo und Waltraud übernommen. Damit führt sie auch eine weibliche Tradition im Betrieb weiter. Von Mutter Waltraud und der Großmutter habe sie viel gelernt, berichtet sie anerkennend. Ihre Mutter sei bis heute mehrere Tage in der Woche hinter den Kulissen aktiv, ergänzt sie.
Sie selbst habe zunächst andere berufliche Pläne verfolgt, wollte nach der Schule Kinderkrankenschwester werden, erinnert sich Brüggemann-Berg. Da sich hierfür jedoch auf Anhieb kein Ausbildungsplatz finden ließ, begann sie stattdessen in Bad Dürkheim ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau. Nach deren Abschluss und verschiedenen beruflichen Stationen kehrte sie schließlich ins Familienunternehmen im heimischen Dannenfels zurück.
Auch „Café Geg’nüber“ gehört dazu
Insgesamt 28 Mitarbeitende sind heute im Hotel- und Restaurant beschäftigt. Das Café auf der gegenüberliegenden Straßenseite – passenderweise mit dem Namen „Café Geg’nüber“ – gehört ebenfalls zum Betrieb der Brüggemann-Bergs. Im Café sei eigens eine Konditormeisterin beschäftigt, ferner soll dort im kommenden Jahr ein Ausbildungsplatz angeboten werden, kündigt Brüggemann-Berg an.
Das Restaurant hat einen Gastraum mit 80 Plätzen, 60 stehen im Café zur Verfügung. Seit vergangenem Sommer kann zusätzlich die ehemalige Scheune neben dem Café als Bewirtungs- und Veranstaltungsraum genutzt werden. Die dort angebotenen „Scheunenfrühstücke“ seien sehr gut angenommen worden und stünden auch im kommenden Jahr wieder auf dem Programm, zeigt sich Herbert Brüggemann von der Resonanz begeistert.
Familienzimmer bietet Platz für bis zu sechs Personen
Der Hotel- und Restaurantbetrieb in der Oberstraße 11 besteht seit mittlerweile 60 Jahren. Der Start erfolgte seinerzeit mit sechs Gästezimmern im heutigen Hauptgebäude. Im Jahr 1990 folgte die Erweiterung um ein Gästehaus mit weiteren sechs Zimmern sowie einem Tagungsraum. Heute verfügt das Landhotel Berg über 15 Doppelzimmer – darunter zwei Familienzimmer, die bis zu sechs Personen Platz bieten. Ihre Gäste kommen vorwiegend aus dem näheren Umfeld, sagt Ruth Brüggemann-Berg. Besonders für Wanderfreunde sei die Lage des Hotels direkt am Fuße des Donnersbergs attraktiv.
Aber auch etliche Stammkunden seien unter den Hotelgästen, was die Brüggemann-Bergs besonders freut. „Es sind viele Genussfreunde und alte Bekannte, die immer wieder zu uns kommen, weil’s bei uns so gut schmeckt“, sagt die Chefin. Und ihr Mann kann das nur bestätigen: „Meine Frau ist eine fantastische Köchin“, lobt er ihre Koch- und Backkünste. Seit mittlerweile 33 Jahren lebt und arbeitet das aus Hannover stammende Nordlicht in der Pfalz an ihrer Seite.
Führt die Enkeltochter die Tradition fort?
Wie es um die Fortsetzung der Familientradition im Hause Brüggemann-Berg bestellt ist, steht indes noch nicht fest. Der gemeinsame Sohn sei mit Leib und Seele Feuerwehrmann und nicht im Betrieb aktiv, berichten die Eltern. Die 13-jährige Enkeltochter zeige jedoch erstes Interesse am Restaurantbetrieb. Ruth Brüggemann-Berg würde es freuen, wenn es mit einer Nachfolge innerhalb der Familie klappen würde. „Ich möchte das Haus ungern in fremde Hände geben“, betont sie. So weit sei es aber noch längst nicht – an sieben Tagen die Woche sind die Inhaber für ihr Haus da. Kürzlich habe ein Gast aus Mainz zu ihr gesagt, er komme so gerne hierher, „weil man bei uns in Ruhe wohnen und vernünftig essen kann“. Das empfindet Ruth Brüggemann-Berg als großes Kompliment.
Fakten zum Landhotel Berg
Landhotel & Restaurant Berg, Oberstraße 11, 67814 Dannenfels
Eröffnung: 1963
Zimmer: 15 Doppelzimmer
Verpflegung: Frühstück & Halbpension
Internet: www.hotel-berg.de
Die Serie
In unserer Serie „Zimmer frei“ stellen wir Hotels im Donnersbergkreis vor. Was sind ihre Besonderheiten? Welche Geschichte steckt hinter den Betrieben? Was zieht die Gäste dorthin? Das wollen wir herausfinden. Bisher erschienen: Parkhotel Schillerhain, Hotel Klostermühle, Hotel-Restaurant Bastenhaus, Art-Hotel Braun, Burg-Hotel Obermoschel,Schwarzer Herrgott Zell, Mühle am Schlossberg Wartenberg-Rohrbach.