Donnersbergkreis Landesweiter Warntag: Was die Signale bedeuten
Pünktlich um 11 Uhr werden in Rheinland-Pfalz die Sirenen heulen und Warnmeldungen auf den Mobiltelefonen ertönen und erscheinen. Ziele des Warntages sind, die Bevölkerung für den Ernstfall zu sensibilisieren und die Funktionsfähigkeit der Warnsysteme zu überprüfen. In der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden werden die Sirenen durch die örtliche Feuerwehr ausgelöst: zunächst mit dem Signal „Warnung der Bevölkerung“, dann mit der „Entwarnung“, heißt es in einer Mitteilung.
Die Feuerwehr erläutert, was die verschiedenen Signaltöne in Rheinland-Pfalz bedeuten: Ertönt die Sirene rund 15 Sekunden lang, wird die Anlage auf ihre Funktion hin überprüft. Erklingt rund eine Minuten ein Ton, der zweimal kurz unterbrochen wird, bedeutet dies eine Alarmierung der Feuerwehr. Die Bevölkerung wird mit einem einminütigen Heulton gewarnt. Die Feuerwehr empfiehlt, sich über Warnapps, Internetseiten sowie Radio oder Fernsehen weiter zu informieren. Erklingt eine Minute lang ein Dauerton, bedeutet das ein Ende der Gefahr.
Diese Warnapps sind im Einsatz
Neben Sirenen erfolgt die Warnung auch digital. So kommen beispielsweise die Warnapps Nina und Katwarn zum Einsatz. Die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe herausgegebene App Nina informiert über Gefahrenlagen, Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und liefert Hochwasserinformationen. Im Donnersbergkreis wird die Warnapp Katwarn bevorzugt genutzt. Darüber werden Warnungen von Behörden und entsprechende Handlungsempfehlungen verschickt. Ein Beispiel: Nach einem Brand sollen Türen und Fenster geschlossen bleiben. Laut Feuerwehr besonders effektiv ist auch das sogenannte Cell-Broadcast-System – besonders für diejenigen, die keine Warnapp auf dem Mobiltelefon installiert haben. Bei diesem System erscheint die Warnnachricht direkt auf dem Handy.
Nicht überall im Kreis die Sirenen in der Lage sind, die Warnmeldungen für die Bevölkerung abzugeben, die meisten Sirenen können lediglich das Signal „Feueralarm“ wiedergeben. Hintergrund ist, dass nach dem Kalten Krieg alle Schaltmodule und viele Katastrophenschutzsirenen zurückgebaut wurden, die damals noch von den Warnämtern ausgelöst wurden. In der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land sind bislang zum Beispiel noch keine Sirenen mit entsprechenden Modulen ausgerüstet beziehungsweise gegen die neue Form der digitalen „Lautsprechersirenen“ mit Durchsagemöglichkeit ersetzt worden.