Alsenz Kulturliebhaber und Triebfeder der Alsenzer Museumslandschaft: Eugen Zepp ist 85 Jahre alt
Für den Jubilar war es selbstverständlich, aus seinem langjährigen „Winterwohnort“ München zum Festakt 1250 Jahre Alsenz anzureisen. Persönlich freute ihn der gute Besuch der Festveranstaltung und das Interesse an der Historie seiner Heimatgemeinde. Dieser hatte er selbst ein besonderes Geschenk gemacht: der von ihm zusammengestellte und privat finanzierte Geschichtsband „Streifzüge durch die Alsenzer Geschichte“, der sofort viele Abnehmer fand.
Ob die Gründung des Historischen Vereins der Nordpfalz, dessen Ehrenvorsitzender er ist, das Pfälzische Steinhauer- und das Heimatmuseum mit Nordpfalzgalerie im Alten Rathaus oder der Deutsche Sandsteinpark: Vieles, was den Kulturstandort Alsenz heute ausmacht, entstammt Zepps Initiative und seinem Engagement. Auch die Förderung der „Pälzer“ Mundart lag ihm am Herzen – zwei Alsenzer Wörterbücher geben Zeugnis davon. Etliche weitere Bücher, vor allem über die Geschichte der Ortsgemeinde, entstammen seiner Feder.
München ist Zepps „geistige Heimat“
München ist dem Kulturliebhaber nach eigener Aussage zur „geistigen Heimat“ geworden. Dort arbeitete er lange Zeit als Restaurator und Abteilungsleiter im Deutschen Nationalmuseum, war und ist beispielsweise als Gäste- und Museumsführer sowie im National- und Prinzregententheater aktiv. Ferner hat Zepp ein Faible für Münzen, engagierte sich „nebenbei“ als Geschäftsführer der Deutschen Numismatischen Gesellschaft, deren Pfälzer Ableger er gründete.
Geboren wurde der rüstige 85-Jährige im Jahr 1941 in Waldböckelheim. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er nach Alsenz, wo er im Betrieb des Vaters zum Bildhauer und Steinmetz ausgebildet wurde. Es folgten Meisterschule und Studium für Steinbildhauerei, bevor er nach München wechselte. Dankbar ist Zepp den vielen Alsenzern, die ihn bei seinem Wirken unterstützt haben. Viele hoffen wiederum, dass „ihr Eugen“ ihnen noch lange radelnd oder zu Fuß im Dorf begegnet – mit einem freudigen „Grüß Gott“ auf den Lippen.