Donnersbergkreis Kultur kompakt: Europäischer Tag der jüdischen Kultur

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Am Sonntag, 4. September, wird in 35 Ländern der 17. Europäische Tag der jüdischen Kultur begangen, zum zwölften Mal in Folge nimmt das Jüdische Museum der Nordpfalz in Winnweiler daran teil. Um 11 Uhr wird wieder die Führung auf dem Jüdischen Friedhof in Winnweiler angeboten (oberer Bereich der Schulstraße, kurz vor dem Kreisverkehr links). Der Friedhof zählt mit 6000 Quadratmetern und rund 330 mehr oder weniger gut erhaltenen Grabsteinen zu den größten jüdischen Friedhöfen in Rheinland-Pfalz. Er war einst der Friedhof der jüdischen Kultusgemeinden von Winnweiler und Münchweiler. Eine Besonderheit stellt auch die erhaltene Trauerhalle dar. Solche Friedhofshallen waren auf jüdischen Friedhöfen im ländlichen Bereich relativ selten. Die Winnweilerer Trauerhalle stellt den einzigen erhaltenen jüdischen Kultbau der Nordpfalz dar, der nie einem anderen Zweck gedient hat. Das Jüdische Museum ist dann von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Der Tag soll dazu einladen, das historische und kulturelle Erbe der Juden in Europa kennenzulernen. Da der diesjährige Tag unter dem Motto „Jüdische Sprachen“ steht, wird um 15 Uhr eine Museumsführung mit dem Titel „Hebräisch und Jiddisch – die Bedeutung dieser Sprachen für das nordpfälzische Judentum“ angeboten. Die Teilnahme an den Veranstaltungen und der Besuch des Museums sind unentgeltlich. Mit den Pfalzgrafen bei Rhein im 13. und 14. Jahrhundert beschäftigt sich Professor Jörg Pelzer am Samstag, 10. September, um 14.30 Uhr in der Donnersberghalle beim diesjährigen Symposium des Nordpfälzer Geschichtsvereins zum Herbstfest. Die Pfalzgrafen bei Rhein zählten zu den bedeutendsten Fürsten des mittelalterlichen Reiches. Ihre Position war eng mit König und Reich verknüpft, wie der Geschichtsverein in einer Pressemitteilung erläutert. Die Pfalzgrafen gehörten zur Gruppe der Königswähler, hielten das Amt des Richters über den König und des Reichsvikars. Jörg Pelzers Vortrag nimmt die Entwicklung des Rangs der Pfalzgrafen bei Rhein im 13. und 14. Jahrhundert in den Blick und macht dabei deutlich, nach welchen Kriterien sich das Handeln mittelalterlicher Fürsten ausrichtete. Dabei geht es auch um die Formierung der Gruppe der sieben Kurfürsten, die das Königswahlrecht auf sich vereinten. In dieser für die Gestalt der politisch-sozialen Ordnung des Reichs so entscheidenden Phase spielten die Pfalzgrafen eine wichtige Rolle. | red

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