Donnersbergkreis kultur kompakt: Die Pfalz als Ein- und Auswanderungsland

Der SPD-Ortsverein Winnweiler und das Jüdische Museum laden für Freitag, 19.30 Uhr, zu einem Vortrag in das Museum in der Schlossstraße 37 ein. Roland Paul, Direktor des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde, referiert über „Die Pfalz – ein Ein- und Auswanderungsland“. Der Eintritt ist frei. Kaum war die Pfalz nach den Kriegen des 17. Jahrhunderts durch zahlreiche Einwanderer wieder besiedelt worden, erlebte sie zu Beginn des 18. Jahrhunderts eine große Auswanderungswelle. Nordamerika, später der Südosten und der Osten Europas waren die begehrtesten Zielgebiete. Im 19. Jahrhundert, vor allem zwischen 1840 und 1860, verließen so viele Menschen die bayerische Pfalz, dass die Einwohnerzahlen zeitweise rückläufig waren. Den meisten boten die ökonomischen Verhältnisse keine Zukunftschancen. Andere flüchteten nach der Niederschlagung des Pfälzischen Aufstandes 1849 aus politischen Gründen. Manche wanderten aber auch aus anderen Gründen aus, etwa um dem Militärdienst zu entgehen oder weil sie mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren. Roland Paul, der sich seit vielen Jahren mit der Migrationsgeschichte der Pfälzer beschäftigt und ihre Siedlungsgebiete in den USA aus vielen Vortrags- und Forschungsreisen kennt, berichtet auch über das Schicksal von Auswanderern aus Winnweiler und Umgebung. Er illustriert seinen Vortrag mit Bildern, zitiert aus Briefen von Auswanderern. (red) Die Walpurgisnacht ist Anlass eines Besuches der „Ohrenlichter“ im Blauen Haus. Am 30. April erzählen sie ab 20 Uhr wieder Zauberhaftes, Geheimnisvolles, Humorvolles. Gertrud Bußkamp, Renate Schnabel, Anke Schupp und Monika Reuter verführen ihr Publikum seit 15 Jahren mit der Kunst des freien Erzählens. Angelika Tropf (Klarinetten) und Detlev Malms (Gitarre) gestalten passend und nuanciert den musikalischen Rahmen. Kartenreservierungen unter Telefon 06355 1799 oder via E-Mail: karten@blaues -haus-ev.de. (red)