Donnersbergkreis Kreisfeuerwehrinspekteur: Staffelübergabe vollzogen

91-85967312.jpg

Christian Rossel, Leiter des Referates Brand- und Katastrophenschutz im Kreishaus, ist seit Freitag neuer ehrenamtlicher Kreisfeuerwehrinspekteur. Seine Ernennung erfolgte auf der Dienstbesprechung der Führungskräfte im Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises in der Keltenhütte auf dem Donnersberg.

Zusätzlich zu Christian Füllert (Winnweiler), der aus dem bisherigen Führungsteam als Stellvertreter verblieben ist, wurden auch Dominik Gebhardt (Gehrweiler) und Thorsten Schüdzig (Rockenhausen) zu weiteren Stellvertretern Rossels ernannt. „Leider ist der Anlass ein unmöglicher“, eröffnete Landrat Werner die „Staffelübergabe“ im Amt des Kreisfeuerwehrinspekteurs. Er bedaure es, den bisherigen „KFI“ Walter Groß und Timo Blümmert als seinen Stellvertreter zu entpflichten, sie seien durch feige anonyme E-Mails aus ihren Positionen herausgemobbt worden (wir berichteten mehrfach). „Ich verstehe aber, dass Sie dem Druck nicht standhalten konnten“, wandte er sich an die beiden. „Ich verstehe, dass Sie das sich und Ihren Familien nicht antun wollten. Ehrenamt muss Spaß machen. Und das hat wirklich keinen Spaß mehr gemacht.“ Der oder die Täter müssten Insiderkenntnisse gehabt haben, es sei umso schlimmer, dass sie also eine Uniform trügen. Umso mehr danke er Groß und Blümmert für ihr großes Engagement seit 2012. Die Nachfolgeregelung sei schwierig gewesen – die Wehrleiter konnten sich nicht auf Bewerber einigen, so dass zunächst eine hauptamtliche Neubesetzung unvermeidlich erschien. „Wir haben die Verantwortlichen befragt, sie haben sich mit einer Zweidrittelmehrheit für die ehrenamtliche Fortsetzung ausgesprochen“, so Werner. Man sei zu einer Übergangslösung gekommen: Christian Rossel als Kreisfeuerwehrinspekteur und seine Stellvertreter Dominik Gebhardt und Thorsten Schüdzig werden kommissarisch für zwei Jahre ihr Ehrenamt ausüben, Christian Füllert bleibe in seinem Stellvertreteramt, das er seit 2012 innehat. „So haben die Neuen Zeit, die Inhalte kennenzulernen, und können danach entscheiden, ob sie ihre Aufgabe für zehn Jahre übernehmen wollen. Wir bleiben beim Ehrenamt.“ Die Helfer müssen fit sein, aber auch die Ausstattung muss stimmen: Welch ein Vergleich, wenn man sie nebeneinander stehen sah, den alten Einsatzleitwagen des Kreises – dessen Ersatzteile man sich sozusagen auf dem Flohmarkt besorgen müsse – und den neuen, der an diesem Abend übergeben wurde. „Ich freue mich, dass er da ist“, sagte Dezernent Fabian Kirsch. Der Wagen könne jederzeit von allen Verbandsgemeinden zur Führungsunterstützung angefordert werden. Durch die technische Ausstattung mit digitalen und analogen Funksystemen, einer Wärmebildkamera und vielem anderen mehr sei man nun gut gerüstet. Kirsch kündigte weitere Anschaffungen für 2016 an: einen Gerätewagen Atemschutz, einen Gerätewagen Betreuungsdienst für die Schnelleinsatzgruppe und einen Gerätewagen Messtechnik für den Gefahrstoffzug. Weiterer Bericht folgt | liel

x