Donnersbergkreis Kreisausschuss: HSW bleibt im Boot

KIRCHHEIMBOLANDEN. Das Kerzenheimer Fachbüro HSW, seit 1991 Partner des Kreises bei der Überwachung von Grund- und Sickerwasser im Bereich der Kreisdeponien in Eisenberg und Winnweiler, wird diese Aufgabe für weitere fünf Jahre übernehmen. Der Kreisausschuss stimmte der Verlängerung zu.
Die aktuellen Sickerwassermengen, die auf der Kreismülldeponie in Eisenberg abgepumpt und in Mainz entsorgt werden, gab Umweltdezernent Albert Graf mit bis zu 2000 Kubikmetern jährlich an. Diese Menge habe sich über die letzten fünf Jahre hinweg konstant in dieser Größenordnung ergeben, auch die hohen Niederschlagsmengen der jüngsten Zeit hätten daran nichts geändert, die Sickerwasserfahne unter der Deponie weite sich nicht aus, so Graf auf Nachfragen von Gunther Rhein (CDU) und Ulrich Kolb (FWG). Auf die 2000 Kubikmeter werde man sich dauerhaft einstellen müssen – vor der verbesserten Deponieabdichtung seien es indes bis zu 10.000 Kubikmeter jährlich gewesen. Bei der Bauschuttdeponie Winnweiler sei ein Abpumpen von Sickerwasser nicht erforderlich. Hier gehe es darum, Grund- und Sickerwasser regelmäßig zu analysieren, so Graf. Dass mit HSW eine jährliche Honoraranpassung von zwei Prozent festgeschrieben werden soll, stieß bei Christian Ritzmann (FDP) auf Kritik. Er verwies dazu auf die nahe Null liegenden Zins- und Inflationsraten. Landrat Winfried Werner erwiderte, dass Löhne und Gehälter sich in die andere Richtung bewegten. „Wir halten das für angemessen“, meinte Graf. Der jährliche Aufwand für diese Leistung liegt bei rund 16.000 Euro. | bke