Donnersbergkreis Kreis kauft Containerfahrzeug

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Der Donnersbergkreis wird ein Wechselladerfahrzeug für den Katastrophenschutz anschaffen. Darauf haben sich die Mitglieder des Kreisausschusses einstimmig verständigt. Es handelt sich dabei um ein Gebrauchtfahrzeug, das rund 101.000 Euro kostet und bei dem auch drei Abrollbehälter enthalten sind. Auf Dauer ist es das Ziel, mit diesem Konzept mehrere Fahrzeuge ersetzen zu können, sagte Kreisfeuerwehrinspekteur Christian Rossel.

„Ich habe mit den Verbandsgemeindebürgermeistern als Träger der Feuerwehren vereinbart, dass wir diesen Weg einschlagen. Die Abrollbehälter können für verschiedene Funktionen genutzt werden“, sagte Landrat Rainer Guth. Angeregt hatte dies die Verbandsgemeinde in Winnweiler. „Das Thema Wechselladerfahrzeug beschäftigt uns seit einigen Monaten“, sagte Kreisfeuerwehrinspekteur Christian Rossel. Dabei handelt es sich um einen Lastkraftwagen, der spezielle Container transportieren kann. Diese können mit einem hydraulischen Lastarm innerhalb von Minuten auf- und abgeladen werden. Zwei Drittel der Landkreise in Rheinland-Pfalz setze bereits im Katastrophenschutz auf dieses System, so Rossel. Landrat Guth berichtete von einer Regionalübung zum Thema Schweinepest. „Im Landkreis Kaiserslautern gibt es ein großes Portfolio an Wechselcontainern. Alle möglichen einsatzspezifische Materialien befinden sich da in Container.“ Mit einem Trägerfahrzeug könnten die mit Material bereitstehenden Abrollbehälter effektiver und auch wirtschaftlicher in den Einsatz gebracht werden. „Es gibt keine Fahrzeugkosten und auch keine Unterhaltungskosten mehr für mehrere Fahrzeuge.“ Weiterer Vorteil: Bei Ersatzbeschaffung sei es in der Regel ausreichend, das Trägerfahrzeug zu ersetzen. Die Abrollbehälter könnten weiter genutzt werden und deren Anzahl vergleichsweise günstig erweitert werden. „Durch Zufall ist ein Angebot aufgetaucht mit einem gebrauchten Fahrzeug“, berichtete der Kreisfeuerwehrinspekteur. Ein neues Fahrzeug koste zwischen 200.000 und 250.000 Euro. „Wir haben das Angebot geprüft. Es war jemand dort, hat sich das Fahrzeug angeschaut, die dazugehörenden Behälter auch.“ Hier sei auch ein großer Löschwasserbehälter dabei, der 10.000 Liter Wasser fasst. „Das ist mehr als das Doppelte, was in einem Tanklöschfahrzeug ist.“ Und ein solcher Behälter könne hilfreich sein – gerade auch mit Blick auf die Trockenheit in diesem Sommer und die Gefahr von Flächen- sowie Waldbränden. Aber es könne auch Material mit solchen Containern transportiert werden, „das wir nur sehr selten im Einsatz haben“, so Rossel. Als Beispiel nannte er Evakuierungen wie vor Jahren der Campingplatz bei Gerbach bei einem Unwetter. Auch könnten beispielsweise Sandsäcke mit einer Schuttmulde befördert werden. Er habe kein Problem mit der Anschaffung eines solchen Fahrzeuges, sagte Gerd Fuhrmann (SPD). „Nachdenklich machen mich aber die vielen gefahrenen Kilometer. Gibt es da keine Probleme mit der Motorleistung?“ Das angebotene Fahrzeug ist bereits 200.000 Kilometer unterwegs gewesen. Landrat Guth entgegnete, dass solche Fahrzeuge im Speditionsbetrieb von der Leistung häufig auf über eine Million Kilometer kommen. Rudolf Jacob (CDU) wies darauf hin, dass Wechselladerfahrzeuge für Einsätze nützlich sind, bei denen die Zeit nicht von ganz großer Bedeutung ist. Davon gebe es jedoch einige. „Letztlich kann man sich damit dann sechs, sieben Fahrzeuge sparen.“ Auch Ulrich Kolb (FWG) sieht darin die Möglichkeit, dass Fahrzeuge damit ersetzt werden können. Die Frage sei jedoch, ob mit einem solchen Fahrzeug auch alle Container transportiert werden können. Laut Rossel handelt es sich hier um ein genormtes System. Wobei jedoch auch nicht auszuschließen sei, dass es in den Modellen auch mal eine Entwicklung gebe. Michael Cullmann (SPD) wollte wissen, ob sich denn auch ein Kfz-Spezialist das Fahrzeug angesehen habe. Laut Rossel waren drei Personen vor Ort, darunter auch ein „Kfz-Profi“. 50 Prozent des Kaufpreises sind im laufenden Haushaltsjahr als Anzahlung fällig, 2019 dann die Schlusszahlung. Beim Land ist ein Zuschuss in Höhe von 40 Prozent beantragt.

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