Donnersbergkreis „Komm los mer danze“
. „Dass hier so viel getanzt wurde, teilweise auch sehr professionell, das hat uns sehr positiv überrascht“, bemerkten die auch vom enormen Beifall des bunt gemischten Publikums faszinierten Höhner nach ihrem gut zweieinhalbstündigen Auftritt. Ihre aktuellste Single „Kumm loss mer danze“ soll die Gesellschaft multikulturell weiter zusammenschweißen: „Wir sind der Meinung, auf der Weltkugel ist genug Platz für alle Menschen. Die Vision des Liedes ist, die Probleme gemeinsam weg zu tanzen, feiern und singen. Das hat hier heute richtig gut gepasst. Es herrschte eine große Euphorie.“ 2012 waren „Die Höhner“ zuletzt in der Donnersberghalle, am Mittwoch kehrten sie zurück. Die ersten Fans, einzelne auch aus Köln angereist, fanden sich schon um 16 Uhr, und damit vier Stunden vor Konzertbeginn, vor der Halle ein. Krautmacher, mit lichtem Haar, Zwirbelschnurrbart und Lederjacke locker-herzlich und sympathisch wie der Rest seiner Crew, strahlte schon bei der Begrüßung: „Als wir Rockenhausen hörten, ging uns das Herz auf. Da simmer.“ Die Liste ihrer präsentierten Lieder war lang. „Echte Fründe“, „Saach mir wo die Blome sin“, „Steh auf mach laut“, „Dä kölsche Pass“, „Der Liebe Gott weiß, dass ich kein Engel bin“, „Mir jeiht et jot“ oder „Hey Kölle, du bes e Jeföhl“. Um nur einige zu nennen. Auf laute und fetzige, folgte leise und sanfte Musik mit einem Hauch Romantik. Die Mischung passte. Immer mal wieder eingestreut: gekonnte Soli des Gitarristen John Parsons, des Saxophonisten Jens Streifling und des Bassisten Hannes Schöner sowie der neuen Bandmitglieder Wolf Simon am Schlagzeug und Micki Schläger am Keyboard. Simon und Schläger folgten auf Peter Werner und Janus Fröhlich, die gemeinsam mit Walter Pelzer und Rolf Lessenich 1972 unter dem Namen „Ne Höhnerhoff“ (Ein Hühnerhof) die Band ins Leben riefen und Anfang des Jahres als letzte Gründungsmitglieder aufhörten. Ihren Höhepunkt erreichte die Halle kurz vor Schluss. Erst der Partykracher „Viva Colonia“, der vom Publikum sogar a cappella gesungen wurde, dann der Handball WM-Hit von 2007 „Wenn nicht jetzt, wann dann?“. Günther Bolinius, Vorstandsvorsitzender der ausrichtenden Sparkasse Donnersberg, bedankte sich bei seinen zahlreichen Mitarbeitern, die eine solche Veranstaltung erst ermöglichten. Den Höhnern überreichte er kein Kölsch, sondern echten Pfälzer Rot- und Weißwein. Eine letzte Zugabe gab es mit dem Song „Wir werden uns Wiedersehen“. Wenn es möglich ist, will die Kultband, die sich in Rockenhausen sehr wohlfühlt, schon im nächsten Jahr wiederkommen, um gemeinsam mit dem Nordpfälzer Publikum erneut zu tanzen, feiern und singen. „Wir richten schon lange nicht mehr nur den Blick auf die großen Städte, im Gegenteil, wir sind auf die kleineren fokussiert“, ließ Krautmacher wissen.