Donnersbergkreis Klassenerhalt gesichert
WINNWEILER (bsl). Mit einer sehr durchwachsenen Leistung hat Verbandsligist ASV Winnweiler die SpVgg Ingelheim mit 3:0 (2:0) besiegt. Es war der neunte Heimsieg der Saison, der Klassenerhalt ist damit gesichert.
Gegen den schon seit einiger Zeit als Absteiger feststehenden Tabellenletzten aus Ingelheim waren die drei Punkte fest eingeplant. Aber ASV-Trainer Jürgen Giehl hatte schon im Vorfeld gewarnt, dass dies eine schwere Aufgabe wird. Und er behielt recht. Seine Elf tat sich gegen einen gut dagegenhaltenden Gegner schwer, auch weil spielerisch nicht viel zusammenlief. War der Druck, mit einem Dreier den Klassenerhalt zu sichern, zu groß oder hatte man den Gegner vielleicht doch ein bisschen unterschätzt? Genau analysieren lässt sich das natürlich nicht, dennoch war es offensichtlich, dass der ASV sich schwer tat, ein vernünftiges Angriffsspiel aufzuziehen. Immer wieder brachte Winnweiler den Gegner mit Fehlpässen in Ballbesitz, musste sich die Kugel mit hohem Aufwand wieder zurückholen. Allerdings zeigte die SpVgg auch, warum sie mit Abstand die wenigsten Tore in der Liga erzielt hat. Die Angriffe endeten meist schon vor dem ASV-Strafraum, sicher auch, weil Lukasz Dreger dort resolut aufräumte. „Wir sind nur schwer ins Spiel gekommen, haben unsere Angriffe nicht konsequent zu Ende gespielt. Wenn wir das dritte Tor früher machen, wird es sicher besser“, analysierte Jürgen Giehl nach Spielschluss. Trotz aller Unwägbarkeiten hatten die Hausherren mehr vom Spiel und die besseren Chancen. Die erste vergab Fabian Schmitt, als er frei stehend an Gästekeeper Eimann scheiterte. Wenig später wurde Schmitt im letzten Moment am Einschuss gehindert. Beim Führungstreffer profitierte der ASV von einem Abspielfehler, der Torwart konnte die Hereingabe nur abklatschen, Schmitt passte quer, und Marco Petrusch stolperte den Ball aus kurzer Entfernung zum 1:0 über die Linie. Besser wurde das Spiel der Hausherren dadurch nicht, trotzdem schaffte der ASV mit der nächsten Chance das 2:0. Verteidiger Christian Geißler war energisch nach vorne gestürmt, der Ball landete dann wieder bei Petrusch, und der traf mit einem schönen Drehschuss hoch in die Ecke. Mehr Chancen waren in Hälfte eins aber nicht zu notieren. Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel war Ingelheim dem Anschlusstreffer sehr nahe, aber Yannic Orschiedt klärte die Kopfballbogenlampe von Florian Maaß auf der Torlinie. Im Gegenzug wurde Schmitt im Strafraum gefoult, doch Jabob Siebecker verpasste die Vorentscheidung, scheiterte mit dem fälligen Strafstoß an Eimann. Die Gäste witterten jetzt noch einmal Morgenluft, wurden etwas offensiver, ließen aber weiterhin Durchschlagskraft vermissen, sodass ASV-Keeper Assel nicht ernsthaft eingreifen musste. Die Entscheidung bereitete Petrusch vor. Schmitt hatte freie Bahn und schob zum 3:0 ein. Kurz vorher war er in ähnlicher Position noch an Eimann gescheitert. Später vergab der eingewechselte Bastian Steer noch eine Großchance, und so blieb es beim glanzlosen aber verdienten Sieg. Für den Doppeltorschützen Petrusch waren am Ende nur die drei Punkte wichtig: „Es gab heute zwei wichtige Faktoren. Einmal das Wetter und dann die Einstellung. Ich denke, wir haben das ordentlich gemacht. Grundsätzlich tun wir uns gegen offener agierende Gegner leichter.“ So spielten sie ASV Winnweiler: Assel – Orschiedt, Siebecker, Dreger, Geißler – Schneider, Giehl (72. Ahrens) – Vollmer (72. Steer), Matinski, Petrusch (72. Steigerwaldt) Tore: 1:0 Petrusch (15.), 2:0 Petrusch (34.), 3:0 Schmitt (74.) Gelbe Karten: Vollmer, Dreger - Dannenberg, Fischer - Beste Spieler: Dreger, Petrusch - Staegemann, Dannenberg - Zuschauer: 100 - Schiedsrichter: Braun (Maikammer).