Winnweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Kita-Neubau: „Pusteblume“ wächst

Der Rohbau der neuen Kita in Winnweiler steht.
Der Rohbau der neuen Kita in Winnweiler steht.

Der Name steht fest: „Pusteblume“ soll sie heißen, die neue Kita in Winnweiler. Sie selbst ist noch im Werden, der Bau schreitet zügig voran, sodass die Kleinen im September ihr neues Reich in Besitz nehmen können. Wir haben uns über Planung und Baustand informiert. Auch ein cleveres Farbkonzept spielt eine Rolle.

Vor drei Jahren erwarb die Verbandsgemeinde Winnweiler ein 3500 Quadratmeter großes Grundstück zwischen Tankstelle und dem Edeka Markt für diesen Neubau. „Die Gelegenheit hat sich damals ergeben, und wir haben die Chance ergriffen“, so Orts- und Verbandsbürgermeister Rudolf Jacob. Auch ein dahinterliegendes, 6500 Quadratmeter großes Grundstück wurde gekauft. „Was dort passieren wird, ist noch unklar“, so Jacob.

Erweiterung auf drei Gruppen

Geplant war zunächst nur ein zweigruppiger Kindergarten, aber wegen der ständig wachsenden Bevölkerung in Winnweiler entschied sich die VG, den Neubau für drei Gruppen auszulegen – ein späterer Anbau würde teurer ausfallen. Der Neubau der Kita wurde mit 2,5 Millionen veranschlagt. Abrissarbeiten auf dem Gelände und der Grundstückskauf kosten die VG zusätzlich 330.000 Euro. Das Land hat die Kita pro Gruppe mit 150.000 Euro bezuschusst. „Für die dritte Gruppe gab es keinen Zuschuss“, so Jacob. Weiterhin kommen 30.000 Euro vom Kreis. Die restlichen Kosten übernimmt die Verbandsgemeinde selbst.

Das 750 Quadratmeter große, eingeschossige Gebäude wurde von dem Architekturbüro Blanz aus Landstuhl geplant. Im Mai 2020 starteten die Bauarbeiten. Zum Jahreswechsel 2019/2020 wurde die Stelle für die Kitaleitung ausgeschrieben. „Es war uns wichtig, eine Leitung einzustellen, bevor der Bau losgeht.“ So konnte mit der künftigen Leiterin Natascha Breitenbruch gemeinsam die Gestaltung, wie zum Beispiel die Farbauswahl und die Einrichtung, geplant werden, auch die Anordnung der Gruppenräume sowie das Außengelände. Am 6. September in diesem Jahr sollen die ersten Kinder die Räumlichkeiten bestaunen können. „Bis jetzt haben wir keine Verzögerungen, der Bauzeitplan wird eingehalten“, so Jacob. Weiterhin seien alle Firmen, die an dem Bau der Kita beteiligt sind, aus der Region. Energieeffizienz wird großgeschrieben. Geheizt wird mit einer Luft-Wärmepumpe. Auch eine Fotovoltaikanlage ist geplant. In der „Pusteblume“ werden maximal 75 Kinder ab einem Jahr bis zum Schulantritt einen Platz finden.

Jede Gruppe hat ihre eigene Farbe

„Zum Start der Kita kommen die Kinder ab drei Jahren, aber die meisten sind zwischen ein und zwei Jahren“, so die Leiterin Natascha Breitenbruch. „Bis es in der Kita einen normalen Altersdurchschnitt gibt, wird es bis zu fünf Jahren dauern.“ Aber nicht nur neu angemeldete Kinder finden in der Kita einen Platz, sondern auch die, die zum Beispiel wegen örtlichen Gründen wechseln wollen. „Bislang haben sich rund 30 Kinder angemeldet, davon 13 Einjährige.“

Stolz ist Breitenbruch auf den Namen der Kita „Pusteblume“. Jede Gruppe erhält ihre eigene Farbe. So wird die Grashüpfergruppe grün, die Marienkäfergruppe rot und die Bienengruppe gelb. Alles in der jeweiligen Gruppe ist farbig aufeinander abgestimmt, wie zum Beispiel die Fliesen, Möbel und die Türen. Auch in den Fluren werden die Kinder beim Betreten der Kita ihren Gruppenraum an der jeweiligen Farbe erkennen und finden können.

Ein Merkmal der Kita wird das Kinder-Bistro und die Kinder-Küche sein. Auch eine Sanitäranlage für den Außenbereich mit einem Waschbecken für Wasserspiele und eine Kinderwagenecke finden in der neuen Kita ihren Platz.

Im Turn- und Mehrzweckraum soll es ein ausklappbares Klettergerüst und eine fest installierte Kletterwand geben. In der Nestgruppe wird alles eine Nummer kleiner ausfallen. In dem Vorschulraum fände dann nicht nur die Sprachförderung statt, sondern dort befänden sich auch vier Krippenbetten als Ausweichmöglichkeit zum Schlafen für die einjährigen Kinder. Insgesamt befinden sich in der Kita Pusteblume 20 große und 18 kleine Schlafmöglichkeiten. Jede Gruppe erhält ihren eigenen Sanitärbereich und eigene Wickeltische. Für die kleinsten gibt es einen extra Speiseraum.

Als Sport-Kita konzipiert

Im Außenbereich kann der Nachwuchs wählen zwischen einer Nestschaukel, Sandspielgeräte und einer Kletterburg. Der Bereich der Nestgruppe ist von den älteren Kindern getrennt. „Unsere Kita wird eine Sportkita“, so Jacob, denn in dem neuen Freibad in Winnweiler soll es einen Kleinkinderschwimmkurs geben. „Die zukünftigen Mitarbeiter der Kita werden extra dafür ausgebildet.“ Alle Kinder im Vorschulalter sollen einen kostenlosen Schwimmkurs besuchen können – ein Angebot, das für alle kommunalen Kitas der VG gelte.

Die Einweihung ist für den 6. September geplant, vorbehaltlich natürlich der weiteren Pandemieentwicklung. Bis dahin fehlen unter anderem noch Maler- und Fliesenarbeiten und die Deckenverkleidung. Die Gruppenräume werden mit Akustikdecken und einer Lüftungsanlage ausgestattet.

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