Donnersbergkreis Kirchheimbolanden: Ramon Chormann begrüßt in seinen Theatern 20.000 Besucher

Comedian in seinem Heim: Bislang war bei den Auftritten von Ramon Chormann im Theater in der Kirchheimbolander Mühlstraße einige
Comedian in seinem Heim: Bislang war bei den Auftritten von Ramon Chormann im Theater in der Kirchheimbolander Mühlstraße einiges los – sehr zur Freude des Gastgebers.

Es ist bislang eine Erfolgsgeschichte. Eine, mit der auch Ramon Chormann in dieser Form nicht gerechnet hat. Die Rede ist vom eigenen Theater des Comedians in der Kirchheimbolander Mühlstraße. Morgen wird er dort zum 100. Mal auf der Bühne stehen. Bis Ende des Jahres haben ihn dort 20.000 Menschen gesehen. Auch sein zweites Wohnzimmer in Mainz brummt. Zurücklegen will sich der Bischheimer deswegen nicht. Ein neues Programm ist in Vorbereitung. Im Januar bringt er es dann auf die Bühne.

Von seiner Wohnung im Mühlengebäude hat Ramon Chormann einen wunderbaren Blick auf sein Theater. „Die Entscheidung“, sagt er, „würde ich in jedem Fall wieder treffen.“ Damit meint er nicht nur das Theater in Kirchheimbolanden, sondern auch das in Mainz, das er im Februar eröffnet hat. Die Zahlen können sich sehen lassen: Im Mai 2015 feierte der Comedian Eröffnung in der Kleinen Residenz. Bis Ende des Jahres werden 20.000 Besucher dort gewesen sein. „Meine Erwartungen sind völlig übertroffen worden“, sagt Chormann – und fügt an: „Ursprünglich wollte ich hier nur in den warmen Monaten spielen, dann waren 25 bis 30 Veranstaltungen im Jahr angedacht, jetzt sind es 45 bis 50.“ Auch in Mainz brummt’s. Seit der Eröffnung im Februar kamen über 1000 Besucher. Donnerstags spielt er dort. Konkurrenz mache er sich mit den beiden Theatern nicht. „Nach Mainz kommt ein anderes Publikum, zum Teil fußläufig aus der Stadt, aber auch aus dem Taunus, aus Wiesbaden oder dem Frankfurter Raum“, erzählt Chormann. Am morgigen Samstag wird er in Kirchheimbolanden seinen 100. Auftritt haben. Der Karneval-Club Kastel kommt – passend – mit 100 Personen. Es ist eine geschlossene Veranstaltung, auf die sich der Comedian freut. „Viele kenne ich, ich war ja auch früher bei deren Sitzungen aufgetreten.“ Gut möglich, dass Chormann am Sonntag schon wieder an seinem Schreibtisch sitzt und am neuen Programm feilt. Nicht einmal anderthalb Jahre nach der Premiere von „In de Wertschaft“ wird im Januar „... oder sunscht was!“ folgen, Chormanns siebtes Bühnenprogramm. „Die Kollegen, die bundesweit unterwegs sind, haben es da leichter, können über mehrere Jahre ein Programm spielen.“ Das sei eben der Unterschied, wenn man eigene Spielstätten hat. Oder eben eine Herausforderung. „Durch die Bautätigkeiten habe ich ein bisschen anderes Auftreten bekommen“, reflektiert sich der Comedian. Er hat gelernt in dieser Zeit – auch lernen müssen, sagt Chormann. „Gerade, was das Thema Unterstützung vor Ort betrifft.“ Gewandelt haben sich aber auch seine Programme. „Die Leute müssen sich nicht in jeder Sekunde vor Lachen auf die Schenkel klopfen.“ Manchmal sei es wichtig, auch mal einen Hintergrund zu liefern. „Vor anderthalb Jahren habe ich angefangen, politische Themen einzubauen. Aus meiner Sicht kommt das gut an.“ Gut ankommen soll möglichst auch das neue Programm. „Es ist gar nicht so einfach, wenn man etwas schreibt und nicht weiß, ob auf der Bühne dann auch darüber gelacht wird.“ Diesmal soll es um das Thema Entscheidungen gehen. „Sowas zieht sich durch das ganze Leben.“ Chormann selbst hat eine weitere Entscheidung getroffen: Ab dem 15. September wird es in der Kaffeemanufaktur Weidmann – unweit seines Theaters – eine weitere Vorverkaufsstelle in Kirchheimbolanden geben. Immer freitags von 9 bis 12 Uhr wird Carmen Maleiner sich dort um Kartenwünsche kümmern. „Es war mir wichtig, hier eigenes Personal zu haben. Jemand, der auch bei besonderen Wünschen Rede und Antwort stehen kann“, so der Comedian. Ramon Chormann schaut weiter voraus. Groß auf etwas ausruhen, das war noch nie sein Ding. Wohl auch deswegen darf sein Weihnachtsprogramm ebenfalls nicht fehlen. Inklusive Jahresrückblick sowie Geschichten um das Fest. Mit Sicherheit wird er sich dann auf der Bühne auch wieder „uffreesche“. Ganz Ramon Chormann eben.

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