Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Kirchheimbolanden: Bushaltestelle in der Hitzfeldstraße wird barrierefrei

Der Bereich an der Bushaltestelle in der Kirchheimbolander Hitzfeldstraße am Herrengarten soll barrierefrei umgestaltet werden.
Der Bereich an der Bushaltestelle in der Kirchheimbolander Hitzfeldstraße am Herrengarten soll barrierefrei umgestaltet werden.

In Sachen barrierefreie Bushaltestellen soll sich in Kirchheimbolanden etwas tun. Der Stadtrat hat sich einstimmig darauf verständigt, dass in der Hitzfeldstraße eine Umgestaltung erfolgen soll. Es gibt zudem Wünsche, dass weitere Haltestellen in der Kreisstadt mit Blick auf Barrierefreiheit überprüft werden. Und dann ist da noch ein Masterplan.

Der Donnersbergkreis hat im Zuge der Fortschreibung des Nahverkehrsplans eine Überprüfung der Bushaltestellen im Hinblick auf die Barrierefreiheit vorgenommen. Das hat einen Hintergrund: die im Personenbeförderungsgesetz verankerte Pflicht zur Herstellung der Barrierefreiheit bis zum 1. Januar 2022. Die Überprüfung hat ergeben, dass viele Haltestellen in der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden über die geforderten Mindestvoraussetzungen verfügen und einige Haltestellen aufgrund der geringen Frequenz nicht barrierefrei ausgebaut werden müssen. Gerade in der Hitzfeldstraße in Kirchheimbolanden bestehe jedoch Handlungsbedarf. Dort wurde zwar eine Auffahrmöglichkeit durch die teilweise Absenkung der Bordsteine geschaffen. Jedoch ist die Aufenthaltsfläche zu gering, sodass ein Rangieren mit dem Rollstuhl kaum möglich ist, heißt es in den Unterlagen zur Stadtratssitzung.

Ein Vollausbau einschließlich einem taktilen Leitsystem werde als sinnvoll erachtet. Hierfür sei eine Förderung von Seiten des Landes in Höhe von 75 Prozent möglich. Der Bauausschuss hatte sich bereits im Dezember mit diesem Thema befasst und eine barrierefreie Umgestaltung empfohlen. „Im Grunde muss der gesamte Bereich umgestaltet werden“, sagte Bauamtsleiter Udo Bauer. Das auch mit Blick auf ein taktiles Leitsystem für sehbeeinträchtigte Menschen.

Was ist aus dem Masterplan geworden?

Nadja Stucky (Grüne) empfahl, auch bei anderen Bushaltestellen zu schauen, ob man im Hinblick auf die Barrierefreiheit tätig werden könnte. Ähnlich sah es auch Stuckys Fraktionskollege Manfred Grill. Schließlich sei die Haltestelle in der Hitzfeldstraße nicht die einzige in Kirchheimbolanden, an der Menschen mit Beeinträchtigung ein- und aussteigen möchten. Das könne man durchaus tun, sagte Bauer. „Bei den meisten Haltestellen gibt es aber das Problem, dass der Platz hierfür nicht da ist.“ Zudem gab es von Stucky die Bitte, bei der Planung zu untersuchen, ob im Bereich der Bushaltestelle in der Hitzfeldstraße ein Fußgängerüberweg möglich ist. „Wenn man da über die Straße gehen möchte, ist das nicht einfach.“

Thomas Bock (Wir für Kibo) wollte wissen, was aus dem 2013 vorgestellten Masterplan „Küchengarten“ geworden ist. Darin war nicht nur die Öffnung des Bahndamms Thema, sondern auch eine geänderte Verkehrsführung im Bereich des Hit-Marktes – etwa mit einem Kreisverkehr – und auch eine Verlagerung der Bushaltestelle hinter die Volksbank. „Über den Masterplan wurde zwar beraten, aber er wurde nicht weiter verfolgt“, sagte Bauer.

Planung beauftragt

Auch durch die kürzlich erst erfolgte Renovierung des kombinierten Toilettenhäuschens mit Buswartehalle sehe er keine Verlagerung der Haltestelle mehr, sagte Fritz Leber (SPD). Zudem benötige man für einen Umsteigepunkt wie den in der Hitzfeldstraße entsprechende Flächen, was hinter der Kreisverwaltung nur möglich sei, wenn man dort Parkplätze wegnehme. Auf andere Maßnahmen aus dem Masterplan solle man jedoch noch einmal zurückkommen, betonte Leber. Ähnlich sahen es Alexander Groth (FWG) und Thomas Edinger (CDU). Mutlu Ciftci (FWG) empfahl, das Areal in der Hitzfeldstraße so umzugestalten, dass es nicht weiter für manch Autofahrer zum Überholen genutzt werden könne. Der Rat sprach sich einstimmig für eine barrierefreie Umgestaltung aus und beauftragte mit der Planung das Büro Ideal Brehm.

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