Donnersbergkreis Kindertag begeistert die Kleinen
Nicht ganz so groß wie in den Vorjahren war das Interesse am diesjährige Kindertag in Winnweiler. Am Programm kann es allerdings nicht gelegen haben, denn das war vielfältig und ansprechend.
„Etliche Familien sind noch in Urlaub“, resümierten die Gestalter einer Spielstation. Das trug dazu bei, dass es fast keine Staus vor den Spielständen gab. Der Veranstaltungstag fand diesmal zwei Wochen früher statt als in den Vorjahren. Ausrichter dieses Tages war die Interessengemeinschaft Kindertag. In diesem Jahr wurde sie unterstützt vom Allgemeinen Sportverein, dem Turnverein und dem Tischtennisverein. „Im zweiten Jahr sind wir hier an der Realschule plus“, berichtet Vorsitzender Wilfried Körbel, der von optimalen Bedingungen schwärmte. Eigentlich wollte die Initiative vor Jahren beim Johannismarkt ein Kinderprogramm anbieten, „doch so weit kam es nicht“, erzählt Körbel. „Die gesetzlichen Hürden waren einfach zu hoch“, erinnert sich der Vorsitzende. Deshalb fand ein Umdenken statt, und die Interessengemeinschaft entschied sich für einen Kindertag in den Sommerferien. Mit diesem Tag will der gemeinnützige Verein Kinder begeistern, die nicht in den Urlaub gefahren sind. „Heute können sich die Kinder so richtig austoben“, versprachen die Organisatoren – und davon machte der Nachwuchs regen Gebrauch. Die Kleinsten versammelten sich sehr schnell in und um den Sandkasten. Unter dem Sonnenschutz machten sie sich auf die Suche nach einem Schatz. Groß war die Freude, als der eine oder andere Gegenstand gefunden wurde. Die vierjährige Isabella aus Winnweiler reihte sich in die Gruppe der jüngsten Gäste ein, die zu den Malstiften griff. „Schau mal, was ich gemalt habe“, rief sie und präsentierte ein Blatt Papier mit einer bunt bemalten Figur. Daneben hatten der Allgemeine Sportverein auf einem Spielfeld verschiedene Parcours aufgebaut. Dort konnten sich die jungen Ballkünstler mit dem runden Leder zwischen Stangen und Hütchen vergnügen und ihren Umgang mit dem Ball demonstrieren. Sachpreise von der Winnweilerer Geschäftswelt und namhaften nationalen Unternehmen bestückten eine Tombola. Dazu kamen Gaben von den Fußballvereinen Bayern München und Mainz 05, die mit Begeisterung aufgenommen wurden. Alle rund 1000 Lose führten zu einem Gewinn. Das durfte auch der vierjährige Finn-Luca aus Kusel erfahren, der mit glänzenden Augen seine geloste Pünktchenmaus über das Gelände trug. Sechs Stunden lang dauerte das abwechslungsreiche Programm. Dazu gehörten auch die Angebote des Turnvereins mit teils vergessenen Spielen. Am Volleyball fanden die Kinder ebenso Gefallen wie am Spielen mit Hula-Hoop-Reifen. Damit brachte der Ausrichter eine in den 1960er Jahren sehr beliebte Freizeitbeschäftigung hauptsächlich unter Damen wieder ins Gespräch. Der dreijährige Anton nahm davon Abstand und schritt immer wieder zur Hüpfburg, um dort auf den Luftkissen seine Sprünge zu demonstrieren. Die elfjährige Carolin aus Winnweiler war zunächst noch etwas unschlüssig, wo sie sich anstellen sollte. „Das Angebot ist groß“, sagte sie und schaute sich erst mal um. Vielleicht hat sie den Weg zum Luftballonkünstler gefunden. Mit einer präzisen Fingerfertigkeit zauberte er aus runden und länglichen Luftballons Figuren. „Das ist ja eine Maus geworden“, ruft eine junge Dame mit großen Augen. Damit die Figur vollkommen ist, griff der Künstler zum Filzstift und zauberte noch ein freundliches Gesicht darauf. |llw