Donnersbergkreis Kein Leibchen für den Schiedsrichter

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Ramstein. Neben der Neuerung beim Passantrag gab es am Montagabend bei der Vorrundenbesprechung der Bezirksliga Westpfalz im Sportheim des FV Olympia Ramstein keine wesentlichen Änderungen. Die 16 Vereine stimmten aber über eine Erhöhung der Schiedsrichterpauschale ab.

Harald Ruffing, der Staffelleiter der Fußball-Bezirksliga Westpfalz, begrüßte die A-Klassen-Aufsteiger TuS Bedesbach-Patersbach, SG Kirchheimbolanden/Orbis, SV Großsteinhausen sowie VfR Kaiserslautern ebenso wie Landesliga-Absteiger TSG Kaiserslautern, ehe der überaus positive Saisonrückblick folgte. Weniger Gelbe und Gelb-Rote Karten als in der Spielzeit davor bei nur leicht mehr Roten Karten ließen die Bezirksliga Westpfalz im Vergleich zu den anderen Ligen „noch gut dastehen“. Die Publikumszahlen waren vor allem beim TSC Zweibrücken mit 6051 Zuschauern beeindruckend. Einen Punkt, der gerade in den Relegations- und Entscheidungsspielen gegen Ende der Saison aufkam, sprach Ruffing jedoch deutlicher an: das Abbrennen von Pyrotechnik. „Die Vereine sind verpflichtet, das Abbrennen von Pyrotechnik jeder Art zu unterbinden, sonst drohen harte Strafen vom SWFV“, mahnte er die anwesenden Funktionäre und nannte dabei als Beispiel den SC Weselberg. Dieser wurde mit einer Geldstrafe von 250 Euro zuzüglich Gebühren belegt, „womit mehr als die gesamten Einnahmen bei diesem Spiel aufgebracht werden mussten“. Auch organisatorische und verwaltungstechnische Fragen wurden geklärt. So musste über eine Erhöhung der Schiedsrichterpauschale von 110 Euro auf 120 Euro abgestimmt werden. Ihr stimmten 15 Vereine bei einer Gegenstimme zu. Eine weitere Änderung ergibt sich für die zweite Saisonhälfte: Dann startet eine Übergangsphase im Bereich der Passanträge. Diese können ab diesem Zeitpunkt – vorerst freiwillig – online beantragt werden, ehe das Verfahren ab der Saison 2016/17 Pflicht wird. Die Ergebnismeldung via Telefon oder SMS sei eingestellt worden, informierte Ruffing: „Dies hat alleine den SWFV 5000 Euro pro Jahr gekostet, obwohl es zuletzt nur noch von einem Prozent genutzt wurde.“ Auch zum Trikot wurden noch einmal ein paar Dinge geklärt: „Dem Schiedsrichter alleine ist die Farbe Schwarz vorbehalten. Wenn dieser keine andere Farbe dabei hat, müssen die Vereine sich anpassen, nicht die Schiedsrichter mit Leibchen auflaufen“, stellte Ruffing klar. Auch bei der Trikotwerbung mahnte er die Vereine, die Genehmigungen für Brust-, Ärmel- und Hosenwerbungen für den Schiedsrichter vorliegen zu haben. Ein letzter größerer Punkt war das Tragen sogenannter Fitbits, also Bänder, die Spieler an ihrem Körper tragen, um fitnesstechnische Daten während der Partie aufzuzeichnen. „Das tragen dieser Fitbits ist so lange erlaubt, wie keine Verletzungsgefahr für andere Mitspieler besteht und keine Liveauswertung der Daten erfolgt“, erklärte der anwesende Schiedsrichter Stefan Jansen. „Unter Liveauswertung wird dabei verstanden, dass jemand am Spielfeldrand die Daten während des Spiels empfängt und direkt den Puls und sonstige Werte sieht. Dies ist erst nach dem Spiel gestattet.“ (fns)

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