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Rudolf Jacob, Sonja Schäfer-Reisch und Helena Gomes Oester kandidieren für das Bürgermeisteramt.
Rudolf Jacob, Sonja Schäfer-Reisch und Helena Gomes Oester kandidieren für das Bürgermeisteramt.

Wir haben die drei Kandidaten für das Bürgermeisteramt in der Verbandsgemeinde Winnweiler gebeten, ihren Gegnern jeweils eine Frage zu stellen. Was sie geantwortet haben.

Amtsinhaber Rudolf Jacob hatte für Sonja Schäfer-Reisch das Thema kommunale Finanzen ausgeschaut: „Wie fühlt es sich als SPD-Kandidatin an, wenn der eigene Parteifreund, Innenminister Ebling, in einem Rundschreiben an die Kommunalaufsichten und Kommunalverwaltungen bei der Frage der maximal zulässigen Realsteuerhebesätze das Wort ,Erdrosselungswirkung’ gebraucht?“ Schäfer-Reisch betonte zunächst, dass das Wort „Erdrosselungswirkung“ in allen Bundesländern, auch den CDU-geführten, als „juristisch korrekter Fachbegriff“ genutzt würde. Allerdings gehe es bei der Bürgermeisterwahl auf kommunaler Ebene auch nicht um Parteipolitik. „Hier geht es um eine Personenwahl.“ Im Bezug auf den kommunalen Finanzausgleich fordert sie dennoch eine Änderung. „Hier fehlen Härtefall- und Übergangsregeln.“

In der Gegenfrage wollte Schäfer-Reisch von Jacob wissen, wie er zu dem vorliegenden Hochwasser- und Starkregenkonzept zum Schutz der Anwohner „An den Hopfengärten“ steht. Dieses Thema betrifft allerdings nicht die Verbandsgemeinde, sondern die Ortsgemeinde Winnweiler. Trotzdem antwortete Jacob, der in Personalunion auch Ortsbürgermeister von Winnweiler ist, auf die Frage. Das Vorsorgekonzept sei gerade von der Ortsgemeinde auf den Weg gebracht, liege aber noch nicht final vor. „Grundsätzlich ist meine Haltung dazu, dass der Hochwasserschutz in den Hopfengärten nicht schlechter, aber auch nicht besser sein sollte, als in den übrigen Bereichen der Gemeinde.“ Der Ortsgemeinderat solle aus seiner Sicht alle Teile der Gemeinde gleichbehandeln.

Drei Wünsche für die VG Winnweiler

Drei Wünsche für die Verbandsgemeinde frei hatten Schäfer-Reisch und Jacob bei der Frage von Helena Gomes Oester. Die SPD-Kandidatin würde sich Mehrgenerationenhäuser für Jung und Alt sowie bezahlbaren Wohnraum, eine energieautarke Verbandsgemeinde, damit sie unabhängig von Krisen und Marktpreisen ist, und einen Bürgerbus wünschen. Bei Jacob stehen ganz oben auf der Liste eine angemessene Finanzausstattung der Verbandsgemeinde durch das Land, ein „öffentlicher Nahverkehr, der seinen Namen auch verdient“, und, dass die Zusammenarbeit in den Gremien in der VG genauso weiterläuft wie bisher.

Sonja Schäfer-Reisch wollte von Helena Gomes Oester gerne erfahren, auf welche Aufgabe sie sich im Falle einer Wahl am meisten freuen würde. „Ich freue mich am meisten auf die Gespräche in einem Jugendrat und Seniorenrat“, antwortet Gomes Oester, diese will sie nämlich fest etablieren. „Da, denke ich, kommen sehr viele tolle Projekte und Ideen zusammen.“ Rudolf Jacob verzichtete auf eine Frage an Gomes Oester.

Alle Infos zur Wahl sowie die Videos der Kandidaten finden Sie in unserem Liveblog.

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