Donnersbergkreis Kampfgeist wird belohnt

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GÖLLHEIM. Mit einem 1:1 (0:1) gegen den Tabellenzweiten FC Fehrbach ist der TuS Göllheim nach der Winterpause gut in die Bezirksliga Westpfalz gestartet und holte sich einen wichtigen Punkt für den Abstiegskampf. Fehrbach ging durch einen Elfmeter früh in Führung, aber Göllheim gab nicht auf und war oft die spielbestimmende Mannschaft. Trotzdem dauerte es bis zur 90. Minute, ehe der verdiente Ausgleich fiel.

Im ersten Spiel nach der Winterpause überraschte der TuS Göllheim mit seiner Mannschaftsaufstellung. Die sonst im Mittelfeld agierenden Daniel Ghoul und Christian Haag spielten als Außenverteidiger. „Wir wussten, dass Fehrbach in der Vorrunde in der zentralen Mittelstürmerposition nicht so stark besetzt war. Wir haben deswegen versucht, die Außenpositionen zu stärken“, erklärte Göllheims Trainer Michael Rolef. Den ersten Akzent setzten dennoch die Gäste. Fehrbach agierte in den Anfangsminuten schnell und konzentriert, und schon hatte sich Marco Schaaf durch die Abwehr geschlichen, bekam den Ball und war nur noch durch ein Foul des Göllheimers Danny Schulz zu stoppen. Schiedsrichter Helge Metz, der die Partie über 90 Minuten voll im Griff hatte, zeigte auf den Elfmeterpunkt. Christopher Lorett trat an und verwandelte sicher zum 0:1, der Göllheimer Torwart Andy Lindemann war ins andere Eck gesprungen. Doch der frühe Rückstand brachte den TuS nicht in Bedrängnis, beflügelte ihn eher zu Offensivaktionen. Nach einer Viertelstunde kamen die Göllheimer zum ersten Mal gefährlich in den Fehrbacher Strafraum. Brandmeyer und Niederprüm spielten sich im Doppelpass durch die Abwehrreihe und legten dann für den mitgelaufenen Christian Haag auf der rechten Seite auf, der jedoch direkt in die Arme von Torwart Heiko Bachert schoss. Die Aktion machte Hoffnung, das gute und schnelle Kombinationsspiel zeigte die Löcher in der Abwehr von Fehrbach auf. Die blieben nach dem Führungstreffer eher passiv und verlegten sich aufs Kontern. Doch Göllheim hatte seine Defensive jetzt im Griff und konnte immer rechtzeitig klären. In der Offensive fehlte es hingegen an Passgenauigkeit und Absprache. Gute Pässe landeten zu oft beim Gegner, oder es war kein Spieler aus den eigenen Reihen mitgelaufen. Erst in der 33. Minute gab es wieder eine richtige Chance: Schulz flankte von Rechtsaußen in den Strafraum, der Kopfball von Christian Köpke flog jedoch knapp übers Tor. Noch vor der Halbzeitpause musste Fehrbach einen seinen stärksten Spieler auswechseln. Raphael Kozilek, der immer wieder auf Rechtsaußen durchgestartet war und die Göllheimer Abwehr oft ins Schlingern gebracht hatte, musste verletzungsbedingt das Feld verlassen. Das spielte Göllheim in die Karten. Noch zwei Chancen konnte sich der TuS vor der Halbzeit erarbeiten, Schulz und Köpke versuchten ihr Glück mit donnernden Schüssen an der Sechzehnmeterlinie, scheiterten jedoch beide Male knapp. Auch nach der Pause spielten die Göllheimer weiter auf Angriff. Aber weiterhin fehlte die letzte Präzession, um den verdienten Ausgleich zu erzielen. Das gab Fehrbach wieder Auftrieb. Nach einem Foul von Julian Oestreicher gab es einen Freistoß für Fehrbach in etwa 20 Meter Torentfernung. Lorett brachte den Ball in den Strafraum, am rechten Eck stand Singer und stocherte den Ball ins Netz (68.). Doch der Linienrichter zeigte Abseits an. Glück für die Göllheimer. Nur drei Minuten später wurde es wieder brandgefährlich. Schaaf überspielte den herausstürmenden Lindemann, wartete, schoss dann doch, aber direkt auf einen Göllheimer Abwehrspieler. Das wäre der sichere Sieg für den FC Fehrbach gewesen. Der TuS Göllheim warf in den Schlussminuten alles in die Waagschale und wurde belohnt. In der letzten offiziellen Spielminute trat Ghoul einen Freistoß in den Strafstoß, und im allgemeinen Gewirre köpfte Köpke den Ball ins Tor (90.). „Unser Kampfgeist wurde belohnt. Wir haben uns heute als Mannschaft präsentiert, ein sehr gutes Spiel abgeliefert und hochverdient einen Punkt mitgenommen“, freute sich Michael Rolef. So spielten sie TuS Göllheim: Lindemann - Ghoul, Oestreicher (87. Krehbiehl), Bauer, Haag - Brandmeyer (85. Ibraheem), Schulz, Braun, Köpke, Savic - Niederprüm Tore: 0:1 Lorett (5., Foulelfmeter), 1:1 Köpke (90.) - Gelbe Karten: Schulz, Ghoul, Oestreicher - Schaefer, Singer - Beste Spieler: Ghoul, Niederprüm, Schulz - Kozilek, Schaaf – Zuschauer: 50 - Schiedsrichter: Metz (Kaiserslautern).

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