Donnersbergkreis Körper „singt“ mit

Placeholder-Image

Der Chorverband der Pfalz hatte am Samstag zum Chor-Choreographie- und Bühnen-Workshop ins Festhaus Winnweiler eingeladen. 130 Sängerinnen und Sänger hatten sich angemeldet. Mit Britta Adams und Wolf-Rüdiger Schreiweis lernten sie, was „gelebtes Multitasking“ ist.

Es bedeutet, knapp gesagt, Körpersprache, Töne und Mimik in Einklang zu bringen – was einfacher klingt, als es letztlich ist. Chorchoreographin Britta Adams ermutigte denn auch immer wieder: „Man muss sich trauen, Fehler zu machen. Wir brauchen die Übung, um die Vernetzung hinzubekommen.“ Freude am Singen sollte aber immer im Vordergrund stehen. Während des Workshops kam so auch der Spaß nicht zu kurz. Schritt für Schritt wurden Bewegung, Text und Mimik geübt und zusammengeführt. Dabei schauten sich die Workshop-Teilnehmer gelegentlich auch tief in die Augen, und es gab viel Heiterkeit, wenn man mal ins Stocken geriet. Doch schon nach kurzer Zeit hatte der Großteil den Bogen ’raus, und ein Stück der „Fuge aus der Geographie“ von Ernst Tocht klang nicht nur gut, sondern die harmonischen Bewegungen waren auch noch schön anzuschauen. Während der Arbeit mit der Gruppe erklärte Adams, warum gerade die eine oder andere Übung wichtig ist und wie man das in den Sängeralltag einbringen kann. Die Lockerung der Muskeln etwa sei nötig, da der Stimmapparat auch mit ihrer Hilfe funktioniere. Zu Beginn sollten die Arme nach hinten, bis zur Schmerzgrenze, gezogen werden. „Es hat niemand gesagt, dass das Spaß macht“, scherzte Adams. Auch eigene Erfahrungen kamen zur Sprache, die überwiegend weiblichen Teilnehmer gaben Rückmeldung, welche Übung hilfreich für sie sind, berichteten aber auch von eigenen Ideen, die Stimmung eines Liedes zu erfassen und darzustellen. Mit Chorleiter Wolf-Rüdiger Schreiweis übte die Gruppe dann einen „gesungenen Witz“, den Kanon „Wenn mich in der Stadt jemand fragt, wie er zur Oper kommt, dann sag ich: üben, immer schön üben“. Mit richtigen Wort-Betonungen bekam der Kanon sofort intensiveren Ausdruck. Auch durch Methoden wie die „Stell dir vor, du wärst...“- Übung“ oder die „Steuererklärungsübung“ gelang es den Chorsängern schnell, ihren Ausdruck und ihre Bühnenpräsenz zu verändern. Der Workshop zielte darauf ab, den Teilnehmern etwas mitzugeben, was sie in ihre praktische Chorarbeit einbringen können. In Winnweiler konzentriert man sich auf die Fortbildung der Basis, sagte Gudrun Scherrer der RHEINPFALZ. Teils kamen ganze Chorgruppen zur Veranstaltung – so lässt sich im Nachhinein gemeinsam noch effektiver üben. (cwa)

x