Donnersbergkreis „Job Action“: Neues Projekt soll junge Menschen fit für Arbeitsmarkt machen

Mit der Georg-von-Neumayer-Realschule plus in Kirchheimbolanden kooperieren Kreis und Beschäftigungsgesellschaft bei dem Projekt
Mit der Georg-von-Neumayer-Realschule plus in Kirchheimbolanden kooperieren Kreis und Beschäftigungsgesellschaft bei dem Projekt »Job Action«. Unter anderem ist die Renaturierung des Schulgartens geplant.

Menschen bis 30 Jahre, die sich weder in Schule, Ausbildung oder Arbeit befinden, im persönlichen sowie handwerklichen Bereich zu qualifizieren und fit für den Arbeitsmarkt zu machen: Das ist Ziel des Projekts „Job Action“, das die Gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft des Kreises zum neuen Jahr gestartet hat. Die ersten Arbeiten laufen schon.

Ein Einstieg in das Projekt sei aber jederzeit möglich, betont die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung. Hintergrund sei, dass wie andernorts auch in unserer Region ein Teil der zur Verfügung stehenden Ausbildungsstellen unbesetzt bleibe und manchen Jugendlichen der Übergang von Schule in Ausbildung und/oder Arbeit nicht gelinge. Hierdurch steige das Risiko von Langzeitarbeitslosigkeit und Armut. 2020 waren so in der Altersgruppe unter 30 Jahren im Durchschnitt 250 Menschen im Kreis arbeitslos.

„Wir möchten gerade auch diesen Menschen helfen, wollen sie beim Übergang in Arbeit und Ausbildung unterstützen“, sagt Büroleiterin Judith Schappert, zugleich Geschäftsführerin der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft. Bei diesem Personenkreis bestehe oftmals eine große Distanz zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Aufgrund der persönlichen Voraussetzungen und der Vielzahl an Vermittlungshemmnissen, welche die jungen Menschen mitbringen, seien diese oft nicht zu erreichen.

Wichtig: Geregelte Tagesstruktur und Zukunftsperspektiven

Hier setzt „Job Action“ an: Jungen Menschen soll eine zu ihren individuellen Bedürfnissen passende Unterstützung geboten werden. „Eine geregelte Tagesstruktur sowie aussichtsreiche Zukunftsperspektiven sind von großer Bedeutung. Junge Menschen sollen durch die Teilnahme am Projekt und den damit verbundenen positiven Erfahrungen lernen, sich wieder als ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft wahrzunehmen“, berichten die Sozialpädagoginnen Sabrina Mahler und Susanne Throm. Sie betreuen die Initiative, die zudem vermitteln will, „für das eigene Leben und Berufsleben Verantwortung zu übernehmen“.“

Zielgruppe sind junge Menschen, die mindestens zwei Vermittlungshemmnisse aufweisen. „Es ist wichtig, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder zu motivieren. Sie brauchen Erfolgserlebnisse, müssen ihr persönliches Potenzial kennenlernen, um ihren eigenen beruflichen und persönlichen Weg zu entwickeln. Am Ende des Projekts sollen sie sich selbstständig um eine Integration in den Arbeits- und/oder Ausbildungsmarkt bemühen“, so Mahler und Throm.

Renaturierung des Schulgartens, Spiele für Pausenhof

Nach einer Einstiegsphase, wo erste Fertigkeiten in den Arbeitsbereichen Holz, Metall und Nähen vermittelt werden, sind verschiedene Teilprojekte vorgesehen: Gestartet wurde mit der Instandsetzung eines Bauwagens zur Renaturierung des Schulgartens der Georg-von-Neumayer-Realschule plus mit zugehörigem Schulweinberg. Die Renaturierung selbst ist nach Schulung durch die Klimaschutzbeauftragten des Kreises vorgesehen. In der Werkstatt der Gesellschaft werden Spiele für die Ausstattung eines Spielmobils für den Ganztagsschulbereich angefertigt, des weiteren sollen Spiele für den Pausenhof der Schule sowie des Nordpfalzgymnasiums gestaltet werden. Auch ist die Neugestaltung einer Kommunikationsecke der Realschule plus geplant, eine Näh-Arbeitsgemeinschaft besteht bereits.

Maler und Throm betonen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die komplette Planung und Umsetzung des Projekts beteiligt sind – bis hin zur Verwaltung des Budgets. Aus allen Teil- entsteht am Ende ein Jahresprojekt, dessen Ergebnis bei einem Tag der offenen Tür oder einem Sommerfest der Realschule plus vorgestellt werden soll. Hinzu kommen weitere Qualifizierungsangebote wie Vorträge, erlebnispädagogische und gruppendynamische Angebote, Förderplangespräche, Bewerbungsarbeit, Schulungen zum Umgang mit digitalen Medien, zu Wohnungssuche und -führung oder Sprachkurse, ebenso sind Praktika vorgesehen. Gefördert wird das Projekt, das bis 31. Dezember 2022 angelegt ist, vom Land, der EU, dem Kreis und dem Jobcenter.

Infos

Informationen gibt es bei Sabrina Mahler und Susanne Throm, Telefon 06352 7190670, E-Mail info@gbq.donnersberg.de, Internet www.gbqdonnersberg.de.

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