Donnersbergkreis Jetzt oder nie

Fehlt dem ASV am Sonntag wegen einer Sperre: Sebastian Bleckmann (in Rot) beim Torschuss in der Partie gegen Rodenbach.
Fehlt dem ASV am Sonntag wegen einer Sperre: Sebastian Bleckmann (in Rot) beim Torschuss in der Partie gegen Rodenbach.

«WINNWEILER.» Wenn nicht jetzt, wann dann? Der offizielle Song zur Weltmeisterschaft 2007 der Deutschen Handballnationalmannschaft von den Höhnern ist allseits bekannt und trifft am Sonntag (15.30 Uhr) wohl auch auf das Landesliga-Schlusslicht ASV Winnweiler zu. Nach 23 Niederlagen in Folge soll am Rauhen Weg gegen den um sechs Punkte besser gestellten Tabellenvorletzten SV Herschberg der zweite Saisonsieg her.

„Ich weiß gar nicht, ob es für die Zusammenstellung einer solchen Mannschaft noch einen Begriff gibt. Rumpftruppe kann man da schon gar nicht mehr sagen“ beschreibt ASV-Coach Franz Mayer den Kader, der vor knapp zwei Wochen beim Tabellenvierten TSC Zweibrücken antrat. Ohne beispielsweise Kapitän Christian Vollmer, Tim Giehl, Pascal Hertel, Yannic Orschiedt, Sascha Steffes, Julian Herrgen oder Sebastian Bleckmann standen mit Rasim Nazifi und Jürgen Thomas gleich zwei Alte-Herren-Spieler in der Startelf – ebenso wie die A-Jugendlichen Tim Pfeiffer und Niklas Metzger. Mit Thomas Geib wurde ein weiterer „AHler“ eingewechselt. Ein weiteres Schützenfest wie im Hinspiel, als der TSC dem ASV an der Kerwe zweistellig einschenkte, wäre zu erwarten gewesen. Denkste! „Bis zur 78. Minute lag Winnweiler nur mit 0:2 zurück. Am Ende hieß es 0:4. „Das war eine richtig gute Leistung. Die Jungs und Herren haben Respekt verdient und die Erwartungen voll übertroffen: Defensiv kompakt und vorne den ein oder andere Konter gesetzt“, so Mayer. Das spielfreie Wochenende über Ostern nutzte der ASV für eine Kabinenparty. Und auch mit der Trainingswoche war Mayer sehr zufrieden: „Wir wollen am Sonntag nicht nur ein gutes, sondern auch ein erfolgreiches Spiel abliefern. Die Jungs sind heiß auf den zweiten Saisonsieg.“ Hoffnung gibt auch die Personalsituation. Bis auf den gesperrten Bleckmann steht der komplette Kader zur Verfügung. Wenn nicht jetzt, wann dann? Die magere Winnweilerer Torausbeute (21) toppt im negativen Sinne nur der SV Herschberg, der in 23 Partien nur 13 Mal ins Schwarze traf. Beide Teams sind in der vergangenen Saison aus der Verbandsliga abgestiegen und treten auch im Mai gemeinsam den Gang in die Bezirksliga an. Daran können auch Herschbergs Wintertransfers wie die ehemaligen Morlauterer Raimondo Dombaxi oder Doruk Tras nichts ändern ...

x