Donnersbergkreis Jawort im historischen Ambiente

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Trotz relativ hoher Scheidungsraten ist die Hochzeit für die meisten Menschen nach wie vor eines der wichtigsten Ereignisse im Leben. Wer würde es deshalb nicht vorziehen, statt in einem nüchternen Verwaltungsgebäude im heimischen Dorf in historischem Ambiente die Ringe zu tauschen? Deswegen gibt es in immer mehr Ortsgemeinden Trauzimmer als Außenstellen der jeweiligen Standesämter. Im Albisheim fand am Wochenende die erste Eheschließung statt. In Göllheim hat sich das erste Paar in der Woche davor das Jawort gegeben.

Erstmals nach mehr als 43 Jahren fand am vergangenen Samstag im Albisheimer Rathaus wieder eine standesamtliche Trauung statt. Die letzte Trauung hatte der Standesbeamte Otto Ziegler am 28. Dezember 1972 vollzogen. Hauptpersonen waren diesmal der Albisheimer Stefan Eberle und Svea Blickensdörfer aus Breunigweiler. Wohnen wird das Paar künftig in Marnheim. „Somit hatten wir mit den Standesämtern der Verbandsgemeinden Winnweiler, Kirchheimbolanden und Göllheim gleich drei Trauungsoptionen. Da ich in Albisheim aber die Chance hatte, nicht nur in meinem Heimatort, sondern auch noch von meiner Nachbarin Sabine Best getraut zu werden, fiel die Entscheidung natürlich leicht“, sagte der glückliche Bräutigam. Ebenso wie das Brautpaar war auch Sabine Best, seit zwei Jahren in Göllheim Standesbeamtin, etwas aufgeregt. „Mein Mann und ich sind auch echte Albisheimer. Wir würden auch in Albisheim heiraten wollen. Toll, dass ich hier jetzt wenigstens die erste Trauung in Albisheim vornehmen konnte. Das hätte ich nie gedacht, und dann auch noch den „Nachbarsbub“, freute sie sich. Den Weg für künftige Eheschließungen ebnete der Gemeinderat mit einem entsprechenden Beschluss. Die Außenstelle des Standesamtes Göllheim bedeutet laut Ortsbürgermeister Friedrich Strack einen Schritt zur Dezentralisierung und eine weitere Aufwertung für die Gemeinde. Anfragen für weitere Eheschließungen liegen bereits vor. Das Aufgebot ist allerdings auch weiterhin bei der VG-Verwaltung in Göllheim aufzugeben. Das gilt natürlich auch für Eheschließungen, die in einer weiteren kürzlich eingeweihten Außenstelle, dem Haus Uhl in Göllheim, stattfinden können. Hier gab sich das erste Paar, Samira Massalski aus Einselthum und der Göllheimer Christian Sattler, am Freitag dem 13. (tatsächlich!) Mai im ehemaligen Empfangszimmer der Familie Uhl das Jawort. Für den Göllheimer Ortsbürgermeister Dieter Hartmüller bedeutet die Bereitstellung des Trauzimmers im vor noch nicht allzu langer Zeit als Museum neu eingerichteten Uhlschen Haus das I-Tüpfelchen auf einer gelungenen Sanierung des Gebäudes. Vor allem, weil es in den historischen Räumlichkeiten auch noch die Möglichkeit eines anschließenden Empfanges gibt. (edf/ajh)

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