Dielkirchen RHEINPFALZ Plus Artikel Interview mit Karin Cramme-Renner: Wie geht’s Ihnen mit dem besten Urwahl-Ergebnis im Kreis?

Hat bei der Urwahl am Sonntag 92,9 Prozent Ja-Stimmen erhalten: Die Dielkirchener Ortsbürgermeisterin Karin Cramme-Renner.
Hat bei der Urwahl am Sonntag 92,9 Prozent Ja-Stimmen erhalten: Die Dielkirchener Ortsbürgermeisterin Karin Cramme-Renner.

Mit 92,9 Prozent Ja-Stimmen hat Karin Cramme-Renner am Sonntag das beste Urwahl-Ergebnis im Donnersbergkreis eingefahren. Rainer Knoll hat mit der Dielkirchener Ortsbürgermeisterin gesprochen.

Hallo Frau Cramme-Renner. Können Sie sich denken, warum ich anrufe?
Karin Cramme-Renner: Ich vermute mal, wegen der Wahlen.

Konkreter?
(Lacht) Vielleicht wegen meines guten Wahl-Ergebnisses?

Genau, das beste im Kreis. Glückwunsch dazu! Zwar waren Sie Einzelbewerberin, aber nur 16 Nein-Stimmen, das ist außergewöhnlich. Wie geht es Ihnen damit?
Natürlich freut man sich darüber. Ich denke, es ist eine Bestätigung für meine Arbeit in den letzten Jahren, auch schon als Ortsbeigeordnete. Viele Menschen im Dorf kennen mich, in dem Ergebnis zeigt sich dann schon ein gewisses Vertrauen in meine Person. Dafür bin ich sehr dankbar.

Sagt das auch etwas über den Ort aus?
Ja, absolut. Ich sehe das auch als eine Wertschätzung für die Arbeit des Gemeinderates. Mein Motto lautet: „Nur gemeinsam können wir Gemeinschaft schaffen“, dafür probieren wir viel. Beispielsweise sind bei Veranstaltungen, die wir als Gemeinde durchführen, alle Vereine mit im Boot. Im Dezember treffen wir uns mit Vertretern der Vereine, um den Terminkalender fürs nächste Jahr festzulegen, damit es keine Überschneidungen gibt. Viele Bürger packen mit an – auch bei Aktionen wie dem Zurückschneiden von Bäumen oder Sanierungsarbeiten auf dem Spielplatz. Dass wir solche Dinge selbst machen, entlastet die Gemeinde finanziell, aber auch personell. Denn unser Rat ist wegen der gesunkenen Einwohnerzahl kleiner als früher, folglich auch die Arbeit auf weniger Schultern verteilt.

Laufen Recherchen, wer die Nein-Wähler sind? Drohen ihnen Konsequenzen?
(Lacht) Sicher nicht. Selbstverständlich hat jeder das Recht, mit Nein zu stimmen, ich bin niemandem böse.

Aber überlegt man schon, wie die Nein-Stimmen zustande kommen?
Ja, natürlich überlegt man, ob sich jemand über etwas geärgert hat. Aber es waren auch ungültige Stimmzettel dabei, außerdem haben wir einige Neubürger im Dorf, die mich vielleicht noch nicht gut kennen. Aber wie gesagt: Alles in Ordnung!

Dass Sie im Ortsteil Steingruben leben, scheint Ihnen offenbar auch nicht zum Nachteil zu gereichen?
(Lacht) Nein, mich haben sogar Dielkirchener angerufen und mir gratuliert.

In fünf Jahren ist dann sicher das Ziel, dieses Ergebnis noch zu verbessern?
(Lacht) Mein Ziel ist, dass wir die Gemeinde gut weiterentwickeln, vielleicht ein paar zusätzliche Einnahmen generieren. Da bleiben ja fast nur die erneuerbaren Energien. Wenn das gelingt, kommt ein gutes Ergebnis von alleine. Ich habe aber in den Nachrichten gesehen, dass irgendwo ein Kandidat 100 Prozent erreicht hat. Da habe ich ja noch Luft nach oben (lacht).

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