Donnersbergkreis In Windeseile durch Winnweiler

400 Meter misst eine Runde durch den Winnweilerer Ortskern. Während die jüngeren Starter nur eine Runde drehen müssen, gilt es f
400 Meter misst eine Runde durch den Winnweilerer Ortskern. Während die jüngeren Starter nur eine Runde drehen müssen, gilt es für die Älteren, sich die Kräfte richtig einzuteilen, um zwei Runden zu bewältigen.

«WINNWEILER.» Er ist mittlerweile fester Bestandteil der Winnweilerer Kerwe: Der Oktobermarktlauf für Kinder und Jugendliche erfreut sich großer Beliebtheit. Auch in diesem Jahr lockte der vom Turnverein Winnweiler ausgerichtete Wettlauf 49 Kinder und Jugendliche auf den Rundkurs durch den Ortskern.

Schon in der Mittagszeit fiebern die jungen Läuferinnen und Läufer dem Wettbewerb entgegen. So mancher läuft noch einmal die Strecke ab – wie etwa Maria Abdullah aus Winnweiler. Die elfjährige Schülerin dreht schon Stunden vor dem Start die eine oder andere Runde und prägt sich den Streckenverlauf ein. Der ist zwar recht einfach, „aber man muss ja wissen, wo es gilt anzugreifen“, sagt Maria. Das macht sich im Wettbewerb bezahlt: In der ersten von zwei je 400 Meter langen Runden muss das Mädchen zwar voll an seine Leistungsgrenze gehen, um mit der gleichaltrigen Mia Wendt mitzuhalten. Im Ziel hat Maria aber einen Vorsprung von 3,2 Sekunden. „Auf den letzten Metern habe ich meine bessere Kondition voll ausgespielt“, verrät sie nach dem Lauf. „Es war mein dritter Sieg bei der vierten Teilnahme.“ Auf so viel Oktobermarktlauf-Erfahrung kann Emma Scheidel aus Potzbach noch nicht zurückblicken. „Heute war es das allererste Mal, dass ich bei diesem Lauf mitgemacht habe“, erzählt sie. Tobias Wendt, Vorsitzender des TV Winnweiler, hatte Emma wie viele andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Strecke geschickt. „Ich dachte, ich würde verlieren“, sagt Emma im Ziel. „Nun habe ich gewonnen.“ Mit deutlichem Vorsprung war die Potzbacherin ihrer Startergruppe davongelaufen. Bereits ihren zweiten Start hat ihre Schwester Aurelia Scheidel absolviert. „Anfangs musste ich viel geben, denn die Konkurrenz war stark“, erzählt die Siegerin des Jahrgangs 2008 im Ziel. Gegen Ende des 800-Meter-Laufs hatte sie das Teilnehmerfeld kontrolliert, und sichtlich leichtfüßig einen Vorsprung von 3,3 Sekunden herausgelaufen. „Zweite Teilnahme, zweiter Sieg“, erzählt sie und zeigt stolz ihre gewonnene Medaille. In vielen Fällen ist der Winnweilerer Oktobermarktlauf auch ein familieninterner Wettkampf. Etwa im Hause Abdullah. Kaum hat Maria in ihrer Altersklasse den Sieg eingeheimst, will auch ihre jüngere Schwester Rita auf dem Podest oben stehen. Im vergangenen Jahr hatte es schon zu Platz zwei gereicht. Auch diesmal ist der Ehrgeiz groß – das macht sich gleich nach dem Start bemerkbar. Rita geht die Strecke schnell an. „Ich wollte gewinnen“, erklärt sie. Schon nach der Hälfte hat sie einen deutlichen Vorsprung herausgelaufen. „Aber gegen Ende hat mir die Luft gefehlt.“ Der Vorsprung schmilzt – aber er reicht. 2,6 Sekunden trennen Rita von ihrer Verfolgerin. Am Ende des Tages sind es 49 Kinder und Jugendliche in den Jahrgängen 2004 bis 2017, die sich – lautstark angefeuert von ihren Familien – auf den Rundkurs durch den Winnweilerer Ortskern begeben. Auf ihre Ergebnisse müssen sie nicht lange warten. Zeitnehmer Edgar Thiel erstellt die Ergebnislisten unmittelbar nach dem Einlauf, gleich nach dem letzten Lauf folgt die Siegerehrung. Alle Teilnehmer erhalten Urkunden, die vorne platzierten Läufer Medaillen und Präsente. Dann ist er schon wieder vorüber, der Winnweilerer Oktobermarktlauf. Im kommenden Jahr wird es ihn wieder geben, verspricht TV-Vorsitzender Tobias Wendt. Ihm bleibt gar keine andere Wahl – bei diesem großen Interesse. Ergebnisse Jahrgang 2017 über 400 Meter, weiblich: 1. Hermine Elisabeth Scheu, 6:16,2 Minuten; Jg. 2016, männlich: 1. Fritz Marger, 5:47,1; Jg. 2015, weiblich: 1. Miruna Essen, 3:05,9; männlich: 1. Lorenz Möser, 2:54,2; Jg. 2014, weiblich: 1. Margareta Orschiedt, 2:52,9; männlich: 1. Leon Buschmann, 2:33,4 Minuten; Jg. 2013, weiblich: 1. Emma Scheidel, 2:04; männlich: 1. Anton Eymann, 1:51,6; 2. Rion Spahiu, 1:59,7; Jg. 2012, männlich: 1. Lukas Huxel, 1:38; Jg. 2011, weiblich: 1. Clara Rinkenbach, 1:50,1; männlich: 1. Samuel Orschiedt, 1:22,4; 2. Jack Lynch, 1:27,9; 3. David Essen, 1:31,4; 4. Likan Cona-Schielmann, 1:33,9; 5. Phil Bayer, 1:36,2; 6. Jonas Maekelborger, 1:39,9; 7. Marvin Lidtke, 2:09,8; 8. Jannis Dörr, 3:03,1; Jg. 2010 über 800 Meter, weiblich: 1. Rita Abdullah, 2:57,4; 2. Riola Spahiu, 3:00,0; 3. Ajola Asani, 3:15,8; männlich: 1. Fritz Limberger, 2:31,6; 2. Leander Moser, 2:44,5; 3. Leon Giersch, 3:03,3; 4. Tom Wendt, 3:34,1; Jg. 2009, weiblich: 1. Anne Nothof, 2:33,9; 2. Susanne Lynch, 2:36,4; 3. Liara Essen, 2:55,7; 4. Rinesa Spahiu, 3:11,6; männlich: 1. Valentin Becker, 2:42,3; Jg. 2008, weiblich: 1. Aurelia Scheidel, 3:20,7 Minuten; 2. Emily Dörr, 3:24,3; 3. Alina Huxel, 3:49,1; männlich: 1. Ayon Cona-Schielmann, 2:23,9; 2. Max Schreiber, 2:29,9; 3. Leon Bayer, 2:44,5; 4. Nils Marger, 2:58,1; Jg. 2007, weiblich: 1. Maria Abdullah, 2:42,4; 2. Mia Wendt, 2:45,6; männlich: 1. Nick Schreiber, 2:28,3; 2. Julius Glanz, 2:32,2; 3. Elias Orschiedt, 2:33,2; 4. Benjamin Becker, 2:35,7; 5. Michael Sparr, 2:47,5; Jg. 2006, männlich: 1. Luca Rupp, 2:25; Jg. 2005, weiblich: 1. Emilia Orschiedt, 2:43; männlich: 1. Ben Schauseil, 2:42; Jg. 2004, männlich: 1. Lukas Balzer, 2:47.

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