Donnersbergkreis In der Nachspielzeit bestraft

WINNWEILER. Vorne den Sack nicht zu gemacht, und hinten gegen Ende zu offen gestanden: So lief für den ASV Winnweiler das letzte Spiel des Jahres. Der Gegner aus Hüffelsheim erzielte den Ausgleich in der Nachspielzeit. Bitter für die Mannschaft von ASV-Trainer Jürgen Giehl, die nun mit vier Punkten Rückstand auf Platz eins in die Winterpause geht.
Es war einer der wenigen Angriffe der SG Hüffelsheim, der zum aus Gästesicht glücklichen und umjubelten 2:2-Ausgleich in der Nachspielzeit geführt hat. Ein Pass durch die Schnittstelle der Viererkette des ASV Winnweiler, der eingewechselte Nico Perreira tauchte frei vor dem herauseilenden ASV-Keeper Philipp Heimler auf und schob die Kugel an ihm vorbei ins Netz. Dabei stand die ASV-Defensive über 90 Minuten weitestgehend kompakt. Zweimal musste der wache Heimler eingreifen (37., 75.). Offensiv zeigte sich der ASV sicherlich nicht von seiner besten Seite, Kurzpassspiel oder Kombinationen über mehrere Stationen waren wenig zu sehen. Doch auch durch hohe und lange Bälle waren sich in beiden Halbzeiten gefährlich. Tim Giehl, der sein Startelfdebüt in der laufenden Saison gab und im zentralen Mittelfeld agierte, scheiterte nach Flanke von ASV-Spitze Fabian Schmitt aus fünf Metern freistehend per Kopf am guten Gäste-Keeper Tim Sentz (21.). Nahezu im Gegenzug erzielten die Gäste den Führungstreffer. Der überfällige Ausgleich gelang Torjäger Waldemar Schneider nach klugem Zuspiel von Alexander Matinski, der nach mehrwöchiger Verletzungspause wieder von Beginn an dabei war (38.). Nach der Pause drängten die Hausherren die Gäste weiter in ihre Hälfte, trafen aber unterm Strich zu oft die falschen Entscheidungen. Als sich Vollmer energisch über links durchtankte und in den Rücken der Abwehr legte, vollstrecke Schneider mit seinem 25. Saisontor zur durchaus verdienten 2:1-Führung (62.). In der Folge verpasste es die Giehl-Truppe, den Sack zuzumachen. Nach einem Foul an Schmitt im Sechzehnmeterraum entschied Schiedsrichter Kevin Anstatt zum Erstaunen aller Beteiligten auf Schwalbe und Gelb, anstatt Strafstoß zu geben. Wenig später vergab der aufgerückte Marcello Salice nach Schneider-Zuspiel die Riesenchance zum 3:1. Sein Abschluss aus rund zehn Meter wurde von einem Gegenspieler vor der Linie geblockt (78.). Kurz darauf vergab Schneider die letzte Chance. Die SG Hüffelsheim warf gegen Ende des Spiels zunehmend alles nach vorne. Bei Entlastungsangriffen hat die Heimelf das Spielgerät dann zu schnell verloren. Den Ball halten wäre wohl die bessere Variante gewesen. „Das wir nach so einem Spielverlauf enttäuscht sind, ist völlig klar. In der Winterpause können sich unsere verletzten und angeschlagenen Spieler erholen. Wir werden nächstes Jahr Gas geben. Ich bin davon überzeugt, dass wir eine starke Rückrunde spielen“, blickt Coach Giehl schon voraus. (fsm)