Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HR-Herren verspielen eigene Führung leichtfertig

Eigentlich lief alles nach Plan für Max Junghanß und Co. Doch dann gaben sie ihre Führung gegen die HSG Landau II noch aus der H
Eigentlich lief alles nach Plan für Max Junghanß und Co. Doch dann gaben sie ihre Führung gegen die HSG Landau II noch aus der Hand.

Landau war für die HR Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim keine Reise wert. Punkte gab es bei der HSG nämlich keine. Am Samstagabend verloren die Herren trotz zwischenzeitlich deutlicher Führung in der Bezirksliga. Die Pfalzliga-Damen unterlagen tags darauf in ihrem zweiten Spiel (17:26), zeigten aber eine ansprechende Leistung.

In der 39. Minute erzielte Elias Burton per Siebenmeter die 15:10-Führung für die „Nordpfälzer Wölfe“ bei der HSG Landau II. Die HR war bis dahin das klar überlegene Team und schien auf dem besten Weg, zwei weitere Punkte einzufahren. Doch es kam anders. In den folgenden neun Minuten gelang den Wölfen kein einziger Treffer mehr. Erst Max Junghanß erlöste sein Team und erzielte das 16. Tor. Die Führung hatte die Finck-Sieben da aber schon längst eingebüßt. Die Hausherren waren in der Zwischenzeit mit 16:15 in Front gegangen.

In den Schlussminuten wechselte die Führung ständig, wobei Landau eine Minute vor dem Schlusspfiff das entscheidende 22:20 erzielte. Der direkte Anschlusstreffer von Marc Kuhn war zu wenig. Am Ende verlor die HR unglücklich mit 21:22 (11:7). „Diese Niederlage war unnötig und selbstverschuldet“, analysierte HR-Coach Johannes Finck nach Spielende. Er bemängelte, dass trotz Überlegenheit und Führung „keine Sicherheit“ ins Spiel der „Wölfe“ kam.

Traumstart hergeschenkt

Mit Dimitri Kerber, Erek Heinz, Tarek Frank und Samuel Boger fehlten gleich vier Spieler, die in der Vorwoche noch in der Startformation gestanden hatten. Sicherlich auch ein Grund dafür, dass der Spielfluss fehlte und sich die HR gegen die aggressive Deckung der Gastgeber schwertat. Statt eines optimalen Starts in die Bezirksliga, müssen sich die „Wölfe“ nun mit 2:2 Punkten begnügen.

Zwei Zähler hätten die Damen dagegen gerne auf ihrem Konto. Bei der Spitzenmannschaft HSG Landau kassierten sie aber die zu erwartende Niederlage. Die Südpfälzerinnen gewannen 26:17 (17:9). „Die Ausgangslage vor diesem Spiel und das, was wir uns vorgenommen hatten, waren ähnlich wie in der Vorwoche“, meinte HR-Trainer Matthias Griebe und stellte nach der Begegnung fest, dass seine Mannschaft viele Dinge besser lösen konnte als im vorangegangenen Spiel. „Wir hatten sofort Zugriff auf den Gegner und zeigten eine tolle kämpferische Leistung“, lobte er sein Team.

Vor der Pause bröckelt die Defensive

Die Anfangsphase gestalteten die „Nordpfälzer Wölfinnen“ recht ausgeglichen. Nach zehn Minuten lagen sie mit 5:7 hinten. Die spielentscheidende Phase war das Ende der ersten Halbzeit. Die Gastgeberinnen bauten ihren Vorsprung von 10:6 auf 17:9 zur Pause aus. Die zweiten 30 Minuten gingen nur 8:9 verloren. „Ich glaube, Landau hat es sich gegen uns viel einfacher vorgestellt. Ich bin wirklich zufrieden mit der Leistung. Darauf können wir in den nächsten Spielen aufbauen“, sagte Griebe.

Ein Sonderlob verdiente sich Torhüterin Vanessa Eisen, die nach langer Verletzungspause ihr Comeback gab und mit einigen starken Paraden auf sich aufmerksam machen konnte.

So spielten sie

Herren: Jonas Griebe, Daniel Griebe (Tor) - Kuhn (6), Elias Burton (5/3), Selz (3), Bolomsky (2), Drude (2), Junghanß (2), Magnus Dhom (1), Justus Dhom, Nitz

Damen: Eisen (Tor) - Müller (7/1), Ebel (6/2), Lara Schwarz (2/1), Klag (1), Wrobbel (1), Täumler, Alissa Dietz, Milena Dietz, Geiger, Hasel, Setzer.

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