Handball
HR Göllheim mischt die Verbandsliga auf
Ohne Zweifel zeigten die „Nordpfälzer Wölfinnen“ gegen die zweite Mannschaft der HSG Landau/Land ihre beste Saisonleistung und schnupperten lange Zeit am ersten Saisonsieg in der Verbandsliga. Nach 35 Minuten lag die HR mit 12:14 hinten. Dann kamen fantastische zehn Minuten ohne Gegentreffer, sodass die Anzeigetafel eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff eine 18:14-Führung für die „Wölfinnen“ preis gab.
Vier Zeitstrafen
Nach dem 20:16 kamen die Gäste aber wieder Tor um Tor heran und feierten ihrerseits einen 5:0-Lauf. „In der Schlussphase haben wir leider den Faden verloren und zu viele Fehler gemacht“, bedauerte Michaela Schäfer, die die Damen am Sonntagnachmittag betreute. Aus diesen Fehlern resultierten in den letzten elf Minuten auch vier Zeitstrafen – zuvor bekam die HR keine einzige gegen sich.
Dies konnte die junge und unerfahrene Mannschaft nicht mehr kompensieren und musste am Ende zusehen, wie sich die Gäste über den Auswärtserfolg freuten. „Wir haben super gekämpft und waren ganz nah dran an den ersten Punkten“, so Schäfer. Letztlich überwiege aber die Zufriedenheit und Freude über die gute Leistung als das Hadern über die unglückliche Niederlage, betonte Michaela Schäfer.
Erwartungen übertroffen
Dass die „Nordpfälzer Wölfe“ nach vier Spieltagen noch eine weiße Weste haben, dürften selbst die kühnsten Optimisten nicht erwartet haben. Auch der Mitaufsteiger aus Kirrweiler konnte die HR nicht stoppen. Lediglich in der Anfangsviertelstunde war die Begegnung beim 9:9 noch offen, danach zogen die Gastgeber das Tempo an.
Spätestens beim 20:12 direkt nach der Pause war eine kleine Vorentscheidung gefallen. „Wir wussten, dass Kirrweiler über ihre schnelle Außenspieler versuchen wird, hohes Tempo zu gehen. Deshalb war ein schnelles Rückzugsverhalten nötig, was die Mannschaft super umgesetzt hat“, lobte Co-Trainer Rene Bessai, der seinen verhinderten Cheftrainer Johannes Finck vertrat.
Plan aufgegangen
Nur 22 Gegentore sind ein Beleg dafür, dass der Plan aufgegangen ist. Doch nicht nur die Defensive funktionierte, auch in der Offensive erwischten die „Wölfe“ einen guten Tag. Die 30 Treffer teilten sich auf elf Torschützen auf. „Wir haben einen breiten Kader und sind dadurch für jeden Gegner schwer auszurechnen“, meinte Bessai.
Auch wenn die drei Topmannschaften der Verbandsliga Thaleischweiler, Mundenheim 2 und Neuhofen, erst an den letzten Spieltagen kommen, stellte Rene Bessai, der sich auch über die tolle Stimmung in der Halle freute, zurecht fest: „Ich denke, wir sind in der Verbandsliga angekommen.“
So spielten sie
Damen: Hasel; Klag 8/1, Glodde 5/2, Walter 4/1, Dietz 3, Eibel 2, Dauenhauer, Verheyen, Stüber, Schwarz, Hitschel, Schwabauer, Beyer.
Herren: Griebe, Frey; Heinz 7/5, Drude 5, Kuhn 4, Selz 3, Junghanß 3, Samuel Boger 2, Kerber 2, Franck 1, Weigel 1, Nitz 1, Elias Burton 1, Seibert.