Donnersbergkreis Hammerschmidt-Elf bleibt dran
«Göllheim.» Die Tabellensituation bleibt nach diesem Wochenende in der A-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg spannend. Bei einem Spiel weniger liegt der SV Gundersweiler mit einem Punkt Rückstand auf dem zweiten Platz hinter TuS Bolanden. Und Bolanden muss am letzten Spieltag noch nach Gundersweiler. Der 4:1 (1:1)-Sieg in Göllheim war vor allem nach dem Verlauf der zweiten Halbzeit verdient.
Die Ursache für die Niederlage sah der Göllheimer Trainer Thorsten Mahler hauptsächlich in der Gesamtsituation seiner Mannschaft. Er muss aufgrund einer viel zu dünnen Spielerdecke ständig auf A-Jugendliche zurückgreifen, da zur Zeit nur sieben bis acht Stammspieler fit sind. Die A-Jugendlichen sind dadurch einer Doppelbelastung ausgesetzt, was natürlich an den Kräften zehrt. Im Spiel selbst wurde Göllheim in der 52. Minute durch eine Gelb-Rote Karte für Halim Hanuzi noch zusätzlich geschwächt. In der Anfangsphase spielte die Heimmannschaft recht gut und entfaltete mehr Druck als der Gegner. Sefa Muratoglu hatte in der zehnten Minute Pech, als er freistehend nur den Pfosten traf und der Nachschuss abgewehrt werden konnte. Das hätte das 1:0 sein müssen. Etwa ab der 20. Minute wurde der Gast stärker; Göllheim verlor die Linie, wurde zusehends in die eigene Hälfte gedrückt und kassierte in der 42. Minute das erste Gegentor. Nach einem Heber über den TuS-Torwart drückte Bastian Steer nur leicht bedrängt den Ball zum 0:1 über die Linie. Rechtzeitig vor dem Pausenpfiff des ordentlich leitenden Schiedsrichters Klaus Veth, der sich auch durch diverse Zuschauerprovokationen nicht aus der Ruhe bringen ließ, erzielte der eingewechselte Felix Mayer nach einem Konter mit einem satten Schuss hoch ins rechte Toreck den nicht unverdienten 1:1-Ausgleich. Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte zunächst wieder der TuS Göllheim kurzzeitig mehr vom Spiel. Die Großchance eines Angreifers wurde vom Gästekeeper Kevin Heske durch eine akrobatische Fußabwehr entschärft. Dies hätte die Führung für Göllheim sein können. Nachdem Halim Januzi in der 52. Minute nach einem Foul die Gelb-Rote Karte sah, wurde der Gast aber immer überlegener. Januzi beteuerte zwar, seinen Gegenspieler nicht berührt, sondern nur den Ball gespielt zu haben, doch der Schiedsrichter sah dies anders. Folgerichtig fielen dann die weiteren Tore für Gundersweiler: Das 1:2 entstand aus einem unübersichtlichen Gewühl heraus; das dritte Tor der Gäste war ein schöner Kopfball aus vollem Lauf von Jochen Gress, der damit einen Konter nach einer Musterflanke abschloss. Das letzte Tor der Gäste erzielte schließlich ihr Spielertrainer Michael Hammerschmidt mit einem Flachschuss, nachdem die Göllheimer Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone brachte. Trotz der drei Gegentore war es TuS-Torwart Driton Peja, der in der zweiten Hälfte eine Reihe von Großchancen durch gute und beherzte Paraden zunichte machte und damit das Ergebnis noch erträglich gestaltete. Er versuchte auch immer wieder, lautstark seine Teamkollegen anzufeuern. Diese konnten seine Motivationsversuche aber nicht mehr umsetzen. Letztlich war der Gästesieg verdient, vor allem aufgrund der zweiten Halbzeit. Darin waren sich beide Trainer einig. Michael Hammerschmidt verhehlte aber nicht, dass sein Team anfangs schon einige Probleme hatte, im weiteren Spielverlauf jedoch eine deutliche Steigerung zeigte. Nach dieser Leistung könnte seine Mannschaft in der Meisterschaft noch ein gewichtiges Wort mitreden. So spielten sie TuS Göllheim: Driton - Koch (30. Mayer), Kladnicanin, Özhan, Januzi - Stüber, Hediger, Braun, Savic - Muratoglu (46. Gintz), Krauß (79. Metzger) SV Gundersweiler: Heske - Navarro, Gress, Cornelius, Basalyk - Fingerhut, Wasem, Steer (82. Schiff) - Hammerschmidt, Paul (60. Gramsch), Baecker (85. Rosch) Tore: 0:1 Steer (42), 1:1 Mayer (45.), 1:2 Wasem (59.), 1:3 Gress (67.), 1:4 Hammerschmidt (86.) - Gelbe Karten: Kladnicanin, Krauß - Gelb-Rote Karte: Januzi (52.) - Beste Spieler: Kladnicanin, Özhan, Januzi, Muratoglu - Gress , Basalyk, Paul - Zuschauer: 100 - Schiedsrichter: Veth.