Donnersbergkreis Halbe Million Euro erstritten

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Eine Veränderung hat es zum 1. Januar beim Kreisverband des VdK gegeben: Der Ortsverband Rockenhausen, zuvor im Kreisverband Kaiserslautern angesiedelt, ist zu diesem Termin unter das Dach des hiesigen Kreisverbandes gewechselt, der nun auch „Donnersberg“ im Namen führt statt wie bisher „Kirchheimbolanden“. Über den Stand der Dinge beim Donnersberger Sozialverband sprach Thomas Behnke mit dem Kreisvorsitzenden Klaus Lincker.

Herr Lincker, bildet der VdK-Kreisverband mit dem Wechsel des Rockenhausener Ortsverbandes nun auch komplett den Landkreis ab?

Es sollte so sein, denn in der Satzung steht, dass die Ortsverbände in einem Landkreis den Kreisverband bilden. Noch ist es aber so, dass die Ortsverbände Winnweiler, Imsbach und Lohnsfeld dem Kreisverband Kaiserslautern angehören. Und ich kämpfe darum, dass sich das ändert. Im Ortsverband Rockenhausen ist man glücklich über den Wechsel, Kaiserslautern hat sich da mächtig quergelegt und Druck ausgeübt. Den Wechsel der Rockenhausener haben wir zum Anlass genommen, unseren Kreisverband Kirchheimbolanden zum 1. Januar in Kreisverband Donnersberg umzubenennen. Er war aber schon immer für den ganzen Landkreis zuständig. Was bedeutet das für die Mitgliederentwicklung? Der Kreisverband ist inzwischen auf rund 4000 Mitglieder angewachsen, allein Rockenhausen brachte 600 Zugänge. Die Mitgliederzahlen sind in der letzten Zeit aber stetig gestiegen. Wir sind dafür gut ausgestattet, haben drei Mitarbeiter in der Kirchheimbolander Kreisgeschäftsstelle, die mit neuer EDV ausgestattet ist. Wir haben eine Beratungsstelle in Rockenhausen und bieten dort mittwochs Sprechstunden an. Donnerstags haben wir in Kibo offene Sprechstunden, montags besteht hier Gelegenheit zu Terminvereinbarungen und telefonischer Beratung. Die große Zahl der Mitglieder lässt auf einen beträchtlichen Bedarf an Beratung oder Unterstützung in sozialrechtlichen Fragen schließen... Es ist ganz wichtig, dass man den Menschen hilft. Und es ist notwendig. Das zeigt schon die Tatsache, dass wir im Kreisverband allein im letzten Jahr für unsere Mitglieder rund 500.000 Euro reingeholt haben, die man ihnen vorzuenthalten versucht hat – was im Grunde beschämend ist für den Sozialstaat. Landesweit waren es rund 22 Millionen, die bei Rententrägern oder Krankenkassen durch den VdK erstritten wurden für die Mitglieder. Sie haben sich auch stark für die Reaktivierung der Zellertalbahn eingesetzt. Wie sieht es da aus? Wir brauchen die Zellertalbahn. Wer beispielsweise von Winnweiler zum Onkologen nach Worms muss, der muss mit dem Zug über Kaiserslautern und Ludwigshafen nach Worms, hat in der Praxis lange Wartezeiten und fährt am Abend über Mainz und Bad Münster zurück. Dazwischen liegen die 27 Kilometer Bahnstrecke der Zellertalbahn, die das alles abkürzen könnten. Busse sind größtenteils nicht behindertengerecht und keine echte Alternative. Da muss etwas passieren. Am Sonntag gibt es in Monsheim im Rahmen der Versammlung des Fördervereins Eistalbahn auch eine Podiumsdiskussion zur Zellertalbahn. Wir werden dort vertreten sein.

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