Donnersbergkreis Guerilla-Werbeaktion in München geplant

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Münchens Donnersbergerbrücke ist eine der meistbefahrenen Europas, der danebenliegende S-Bahnhof, den auch Busse ansteuern, sehr stark frequentiert. Der rechte Platz also nach Auffassung des Münchner Büros „Futour Umwelt-, Tourismus- und Regionalberatung“, um im Rahmen einer Imagekampagne für das Donnersberger Land zu werben. Das soll, wie Heike Glatzel von Futour während eines Workshops am Donnerstag in der Sparkasse präzisierte, nun am 9. Juli der Fall sein.

Glatzel denkt daran, der Aktion selbst einen Abendempfang in einem nahen Lokal vorzuschalten, mit Weinverkostung und Infos über die Region, für die dann tags darauf eine möglichst große Öffentlichkeit und die Presse interessiert werden sollen, verbunden mit einer Gewinnaktion mit Preisen aus der Region. Da an der S-Bahnstation immer Unmengen von Fahrrädern abgestellt sind, kann sich die Münchnerin Glatzel auch wetterfeste Sattelbezüge vorstellen, die den geparkten Velos unter dem Slogan „Leben spüren. Donnersberg“ ebenfalls als Werbung für den Nordpfälzer Kreis übergestülpt werden könnten. Dass die Donnersbergerbrücke nicht nach dem Donnersberg benannt ist, wird man vielen Münchnern freilich nicht erklären müssen: Ihren Namen bekam sie, wie auch die Donnersbergerstraße, nach Joachim Freiherr von Donnersberg, Geheimrat und oberster Kanzler des Kurfürsten Maximilian I., der aus dem (ausgestorbenen) Münchner Patriziergeschlecht der Donnersberger stammte. Die Idee, diesem historischen Fakt eine etwas freie Deutung hinzuzufügen, fand auch während des Workshops mit Multiplikatoren der Imagekampagne aus dem gesamten Kreisgebiet Gefallen. Angeregt wurde sogar, ob, vom offiziellen „Personal“ abgesehen, nicht ein Bus für interessierte Donnersberger zu dieser „Guerilla-Aktion“ gechartert werden sollte. Neben diesem festgezurrten Termin und der Tatsache, dass sich Interessierte über den Stand der Imagekampagne nun auf einer Internetseite informieren und darüber auch einen im März erstmals erschienenen Newsletter abonnieren können, wurde über weitere Projekte noch vage diskutiert – nicht zuletzt unter Kostenaspekten. So etwa darüber, wie der Fotowettbewerb „Mach dir ein Bild“, für den alle 81 Gemeinden des Kreises um markante oder originelle Blickfänge gebeten werden sollen, letztlich in ein Donnersberger Memory-Spiel münden könnte. Mit diesem Wettbewerb, aber auch mit einer weiteren Aktion, bei der sich Bürger möglichst spontan äußern sollen, was das Kampagnen-Motto „Leben spüren. Donnersberg“ für sie persönlich bedeutet, soll Identifikation mit der Heimatregion gestärkt und das, wie Landrat Winfried Werner eingangs gesagt hatte, oft als selbstverständlich Empfundene neu hinterfragt werden. Glatzel ihrerseits hatte bei der Präsentation der ersten Arbeitsschritte kürzlich im Kreis-Ausschuss (wir berichteten am 23. Februar) nach bisherigen Gesprächen, Workshops und einer Fragebogenaktion hohe Zufriedenheit mit der Region und äußerst wenig negative Äußerungen konstatiert. Für die weitere Bürgerbeteiligung regte die Runde an, eine Fülle von Möglichkeiten zu nutzen – von der Postkartenaktion über die sozialen Medien bis hin zu spontanen, „authentischen“ Befragungen, etwa auf Wochenmärkten. Weiter verfolgt werden soll ebenfalls die als gut empfundene Idee, mit mobilen Solarlampen Dörfer zu verbinden und so quasi wechselnd Leuchtspuren durch den Kreis zu ziehen. Oder Dörfer aus der Perspektive einer ebenfalls mobilen Webcam zu zeigen, sie also auch für auswärtige Interessierte ins rechte Licht zu setzen. Was umgesetzt werden könne, hänge allerdings auch von den finanziellen Möglichkeiten ab, unterstrich Heike Glatzel abermals. Wie auch eine weitere Überlegung, die mehrfach aus der Runde geäußert wurde: Zum Mitmachen zu motivieren, werde nicht leicht sein, dazu brauche man auf jeden Fall attraktive Preise. (bti)

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