Einselthum RHEINPFALZ Plus Artikel Glasfaserausbau: Schnelles Internet für die Gemeinde

Auch Gauersheim schließt sich dem Glasfaserausbau an.
Auch Gauersheim schließt sich dem Glasfaserausbau an.

Die Deutsche Glasfaser, ein Unternehmen, das unter anderem aus einem Zusammenschluss mit Inexio hervorgegangen ist, wird in Einselthum in den nächsten 18 Monaten bei jedem Endkunden ein eigenes Glasfaserkabel ins Haus legen. Dadurch soll maximale Versorgungsgeschwindigkeit mit schnellem Internet geboten werden.

Schon bislang war Inexio in Einselthum tätig, 108 Haushalte werden von dem Unternehmen bereits versorgt, also zwei Drittel alle Wohngebäude in Einselthum. Allerdings führt das Glasfaserkabel bisher nur an einen Verteiler, von dem aus die Haushalte gebündelt mit Kupferkabel angesteuert werden, wie Ortsbürgermeisterin Simone Rühl-Pfeiffer (SPD) dem Gemeinderat erläuterte. Jede Gemeinde in der VG Göllheim müsste mit der Deutschen Glasfaser für diese Art der Versorgung einen eigenen Kooperationsvertrag abschließen.

Während bislang gilt, dass je weiter weg der Anschluss vom Verteilerkasten entfernt ist, die Internetgeschwindigkeit geringer wird, werde dies in Zukunft vermieden. Auf die Gemeinde selbst kommen keine Kosten mehr zu, auch die Bürger haben Vorteile, wenn sie jetzt direkt ihre Anschlüsse umrüsten lassen, denn dann werden in der ersten Ausbauphase keine Anliegerkosten fällig.

Mindestens 18 Monate

Gebaut wird in den Bürgersteigen der Gemeinde im gesamten Ort, so die Ortsbürgermeisterin. Die nötige Leitungsvermessung sei bereits erfolgt. Von den Leitungen im Bürgersteig werde dann durch die Grundstücke die neue Glasfaserleitung ins Haus verlegt. Bürgermeister Steffen Antweiler von der Verbandsgemeinde Göllheim machte dem Gemeinderat deutlich, dass es sich bei den Verträgen zwischen den Gemeinden in der VG und der Deutschen Glasfaser über eine privatwirtschaftliche Entschließung geht. Bis zu den Sommerferien sollen alle Ortsgemeinden in der VG mit im Boot sein. Antweiler rechnet damit, dass es mindestens 18 Monate dauern wird, bis der Ausbau abgeschlossen werden kann.

Gleich mehrere Ratsmitglieder warnten davor, dass es in zahlreichen anderen Gemeinde, darunter in Carlsberg in der VG Leiningerland oder in Groß-Niedesheim im Raum Frankenthal, große Probleme mit den Unternehmen gegeben habe, die für die Deutsche Glasfaser bauen. Unter anderem sei falsches Pflaster eingebaut worden, teilweise seien die Arbeiten überaus fehlerhaft ausgeführt worden, sodass es für Gemeinden und Bürger erhebliche Probleme und Belastungen gab.

Schnelles Internet als Standortfaktor

Antweiler räumte ein, dass diese Schwierigkeiten aus anderen Regionen der VG bekannt seien und bereits in Vorgesprächen mit der Deutschen Glasfaser deutlich gemacht wurde, dass hier eine andere Vorgehensweise des Unternehmens und seiner Sub-Unternehmen erwartet werde. „Es wird nicht alles reibungslos laufen, aber für Ihre Gemeinde ist das eine großen Chance“, sagte Antweiler. Auch Rühl-Pfeiffer hob hervor, dass in Zeiten von Home-Schooling und Heimarbeit schnelles Internet immer mehr zum Standortfaktor für eine Gemeinde werde.

Einstimmig billigt der Rat den Kooperationsvertrag mit der Deutschen Glasfaser.

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