Donnersbergkreis Gewinn bei Wasser, Verlust bei Abwasser schrumpft

Die Bilanzen des Wasserwerks und der Abwasserbeseitigung für 2017 zeigen eine deutlich positive Entwicklung gegenüber den Vorjahren. Im Bereich Wasser wurde ein Gewinn erwirtschaftet, beim Abwasser schrumpfte der Verlust auf ein Fünftel des Jahresergebnisses 2016. Die Bilanz des Baubetriebshofs zieht den Schlussstrich unter den zwischenzeitlich aufgelösten Betriebszweig.
„Die Bilanzen für Kanal und Wasser bestätigen im Ergebnis, womit wir gerechnet und was wir erhofft haben“, stellte Bürgermeister Steffen Antweiler bei der Bilanzbesprechung im Werkausschuss der Verbandsgemeinde Göllheim zufrieden fest. Ursächlich für die positive Entwicklung sind die Gebührenerhöhungen der vergangenen Jahre. Beim Wasserwerk, wo die neuen Gebühren schon 2017 wirksam waren, schlägt sich das in einem Gewinn von rund 54.000 Euro gegenüber einem Verlust von 87.000 Euro im Jahr 2016 nieder. Die Kanalgebühren stiegen dagegen erst zum 1. Juli 2017. Damit verbesserte sich das Ergebnis auf ein Minus von knapp 53.000 Euro nach einem Verlust von 261.000 Euro im Jahr 2016. Für die Folgejahre wird bei beiden Betriebszweigen mit positiven Ergebnissen gerechnet. Das ist notwendig angesichts der aufgelaufenen Verlustvorträge von rund 385.000 Euro beim Wasserwerk und rund 779.000 Euro bei der Abwasserbeseitigung. Weitere Gebührenerhöhungen stehen derzeit nicht zur Debatte. Die Bilanzsummen der Werke sind beim Wasser mit knapp 13 Millionen Euro und beim Abwasser mit rund 25 Millionen Euro im Wesentlichen gleichgeblieben. Der Baubetriebshof wurde wegen seiner anhaltenden defizitären Geschäftsentwicklung vom VG-Rat zum 31. Dezember 2017 aufgelöst. Seine letzte Bilanz weist einen Verlust von rund 71.000 Euro aus. Zusammen mit dem Verbrauch des Eigenkapitals von 50.000 Euro und ungedeckten Verlusten von rund 39.000 Euro ergibt sich ein Gesamtminus von 160.000 Euro zu Lasten der VG. Zwei Mitarbeiter schieden 2017 aus. Die Übrigen wurden von Kanal- und Wasserwerk übernommen. „Die Abwicklung des Betriebszweiges ist damit praktisch abgeschlossen“, so Antweiler. Für die Wirtschaftsprüfer der Wibera ergaben sich bei allen drei Betriebszweigen keine Beanstandungen. Sie erteilten den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Werkausschuss empfahl dem Verbandsgemeinderat einstimmig die Feststellung der Jahresergebnisse. Beim Wasser- und Kanalwerk sollen sie auf neue Rechnung vorgetragen werden. In der Dreisener Straße in Göllheim muss die Wasserleitung aus dem Jahr 1928 dringend erneuert werden. Nach zahlreichen Rohrbrüchen und ihren Folgeschäden gilt es weitere absehbare Schäden und Kosten zu vermeiden. Die dafür nötigen Ingenieurleistungen vergab der Ausschuss an das Ingenieurbüro Schmihing aus Grünstadt (rund 60.000 Euro). Da es sich um eine Landesstraße beziehungsweise Kreisstraße handelt, kann die Leitungserneuerung nur im Einvernehmen mit der Straßenbauverwaltung durchgeführt werden. Ob zusammen mit der Sanierung der Wasserleitung auch andere Straßenbaumaßnahmen möglich sind, wird derzeit geprüft. Mit dem Bau der Abwasserentsorgung und Wasserversorgung der Annexe Talweg in der Ortsgemeinde Dreisen wird die Firma Knebel aus Bingen beauftragt (rund 966.000 Euro). Die Sanierung von Schachtabdeckungen geht zum Preis von rund 49.000 Euro an die Firma Vienna Schachtregulierung aus Wallhausen.