Donnersbergkreis Gerade auch Nordpfälzer Schüler sollen auf die Insel

„Neben dem Erfahrungs- und Wissensaustausch unserer Kommunalverwaltungen und unserer Unternehmen möchten wir auch die Beziehung von Schulen zwischen beiden Städten aufbauen und fördern. Denn nur durch die Verwirklichung einer solchen greifbaren Freundschaft können wir ein Europa schaffen, nach dem wir alle streben.“ Das sagte der Rockenhausener Stadtbürgermeister Karl-Heinz Seebald bei der Unterzeichnung des Vertrags auf der kroatischen Insel Anfang August. Damit ist die Partnerschaft zwischen den Städten Rockenhausen und Krk offiziell.
Zur Gründung der Städtepartnerschaft war eine Abordnung des Stadtrates Rockenhausen nach Krk gereist: Neben Seebald erster Beigeordneter Gerd Fuhrmann, Joseph Blaum (SPD), Werner Dietz (CDU) und Ulrich Geib (FDP). Ein Vertreter der FWG war nicht dabei, diese hatte aber ihre Unterstützung der Städtepartnerschaft bekundet. Die seit längerem bestehenden Beziehungen zwischen dem kroatischen Krk und Rockenhausen sollen mit dem Partnerschaftsabkommen in eine Reihe konkreter Kooperationsprogramme münden. Erster kleiner Mosaikstein: Die interessante Ausstellung zum 100. Jahrestag des ersten Weltkriegs, die die Nordpfälzer in Krk besucht haben, soll bald auch in Rockenhausen gezeigt werden. Im Mittelpunkt der deutsch-kroatischen Kooperation sollen zwischenmenschliche Begegnungen von Bürgern beider Städte stehen, gerade über die Schulen. Mögliche praktische Anknüpfungspunkte sieht Seebald auch auf dem Gebiet der Kultur und des Tourismus. Stadtbeigeordneter Gerd Fuhrmann und sein kroatischer Amtskollege Edomir Miler wurden zu den Koordinatoren der weiteren Zusammenarbeit bestimmt. Nicht nur Fuhrmann hat beim Besuch auf der kroatischen Insel viele Ansatzpunkte für die Städtepartnerschaft gesehen. Etwa beim Tourismus. In diesem Bereich hat Krk außerordentlich viel zu bieten und weitreichende Erfahrung, was Einrichtungen, Angebote und Infrastruktur betrifft. Beste Beispiele sind die Inselgrotte Biserujka und Dobrinj mit ihrer herrlichen Altstadt. Andererseits schätzt Krk die weitreichenden Erfahrungen der Stadt Rockenhausen hinsichtlich der Nutzung erneuerbarer Energien, die wirtschaftliche Infrastruktur und die effizienten Systeme zur Erbringung öffentlicher Dienstleistungen. So zeigten sich alle Rockenhausener Delegationsmitglieder ebenso wie ihre kroatischen Gastgeber überzeugt davon, dass diese Partnerschaft ein Erfolg werden kann. (lor)