Donnersbergkreis Gemeinde erschließt Baugebiet selbst

Placeholder-Image

Die Ortsgemeinde Winnweiler wird das Neubaugebiet „Stockborn“ in eigener Regie erschließen und die Bauflächen vermarkten. Das beschloss der Ortsgemeinderat einstimmig in seiner jüngsten Sitzung.

Denkbar sind dort ein Dutzend Baugrundstücke, aufgereiht an einer Stichstraße. Mit der Erschließung könnte laut Ortsbürgermeister Rudolf Jacob (CDU) im kommenden Frühjahr begonnen werden. Der Preis pro Quadratmeter Bauland wird bei 140 Euro liegen. Die Vergabe der Bauplätze soll nach dem chronologischen Eingang der Bewerbungen erfolgen. Laut einem Gutachten und in Abstimmung mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd ist das Gelände bebaubar, so Jacob. Nachdem die Bebauung ausgeschrieben wurde, haben drei Investoren darauf reagiert. Allerdings nicht im Sinne der Ratsmitglieder: Zwei Anbieter liegen mit ihren Angeboten deutlich unter den Vorstellungen der Ortsgemeinde. „Wir dürfen nicht drauflegen“, sagte Jacob. Er machte deutlich, dass ein solcher Schritt rechtswidrig sein könnte und es einer Prüfung durch die Kommunalaufsicht bedürfe. Beide Anbieter wollten von ihrem Angebot nicht abrücken. Ein dritter Anbieter hat lediglich ein Gestaltungskonzept vorgestellt, aber keine Zahlen genannt. „Die Konzepte geben nicht das her, was man sich davon versprochen hat“, sagte Klaus Wuttke (Bündnis 90/Die Grünen). Deshalb sollte man das Baugebiet selbst vermarkten und mit dem Gewinn die Haushaltssituation der Gemeinde verbessern. Für Rudolf Franzmann (SPD) sind zwei Einheiten für altersgerechtes Wohnen denkbar. Diesbezüglich sollte ein Investor kontaktiert werden, was der Ortsbürgermeister zusagte. Unabhängig davon sollten Möglichkeiten für kostengünstiges Bauland geschaffen werden, sagte Franzmann. Einig waren sich die Ratsmitglieder, dass modernes Bauen, beispielsweise mit Flachdach, ermöglicht werden soll. Mit der Ausarbeitung eines Bebauungsplans beauftragte der Rat ein Planungsbüro in Rockenhausen zum Preis von 4348 Euro. Gleichzeitig wurde vereinbart, einen Ablösevertrag mit den Verbandsgemeindewerken zu schließen. |llw

x