Donnersbergkreis Ganz leisen Applaus zur Belohnung

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Eine ganz besondere Schulstunde haben die Kinder der Maria-Montessori-Grundschule in Winnweiler jüngst erlebt. Seit knapp elf Jahren arbeitet Susanne Benner dort als Betreuungskraft. Nun lehrt die 48-Jährige mit ihrer ausgebildeten Kindergarten-, Senioren- und Grundschulbegleithündin Bonny den richtigen Umgang mit Hunden und versucht, Schülern durch Annäherung, Spielchen oder Tricks die Angst vor den Tieren zu nehmen.

Ganz leise, dafür aber mit großen Augen und einem Lächeln betreten die Kinder der 1b an der Maria-Montessori-Grundschule nach der Pause den Klassenraum. Dort warten die zweijährige Golden-Retriever-Hündin Bonny und Frauchen Susanne Benner schon. Eine Schulstunde mit einem Vierbeiner. Die Kinder sind gespannt. „Was habt ihr denn schon alles über Hunde gelernt?“, fragt Benner, die hauptberuflich für die Nachmittagsbetreuung vor Ort zuständig ist und Bonny auch da ab und an mit dabei hat. „Wir müssen leise sein, da Hunde viel besser hören als wir. Nur ganz zart streicheln. Nicht am Fell oder dem Schwanz ziehen“, so die Antworten der Sechs- und Siebenjährigen. Das Thema Tiere und Hund haben sie schon im „normalen“ Unterricht durchgenommen. Nach gegenseitigem Kennenlernen und Streicheleinheiten für die Hundedame präsentieren Benner und Bonny ein paar Tricks, die Bonny in der Ausbildung gelernt hat: Im Slalom durch die Beine laufen, verschiedene Plüschtiere apportieren und in eine Kiste werfen, durch einen Reifen springen oder unter den Beinen aller hintereinander aufgestellten Schüler durchlaufen. Zum Abschluss darf jedes Kind Bonny ein „Leckerli“ aus der Hand geben. „Eigentlich ist es ihr ganz normales Futter, das sie später dann abgezogen bekommt“, verrät Benner. Zum Ende der Stunde ernten die beiden von den begeisterten Kindern Applaus – ganz leise natürlich. „Es geht darum, die Angst zu nehmen und zu zeigen, wie man mit Hunden umgehen sollte. In den Kindergärten ist es zwar schwer, einem Zweijährigen zu sagen wie er sich verhalten soll, aber je früher der Kontakt zu dem Tier hergestellt wird, desto besser“, erklärt Benner, die Bonny vor gut zwei Jahren von einem Züchter in der Südpfalz erhalten hat. Der Welpen- und Junghunderziehung folgte die weiterführende Hundeschule in Kaiserslautern. Den Eignungstest zum Kindergarten-, Senioren und Schulbegleithund hat Bonny bravourös gemeistert. Der Golden Retriever ist kein Schulhund, der Unterricht mit Benner ist vielmehr ein zusätzliches Angebot des Schulträgers bei der Betreuung. Auch im Kindergarten Höringen waren die beiden, die zweimal täglich mehrere Kilometer laufen gehen, schon zu Besuch. Wie die Hochsteinerin auf die Idee kam, ihre Hündin ausbilden zu lassen? „Ich finde, jeder Hund sollte einen Job, eine Aufgabe haben. Eigentlich wollten mein Mann und ich uns schon vor 20 Jahren einen Hund holen. Nun hat es endlich geklappt.“ Benner und Bonny: ein eingespieltes Team, von dem besonders Kinder profitieren… (fsm)

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