Donnersbergkreis
Göllheim: VG bewirbt sich um Zuschüsse für die Einrichtung eines „Coworking-Spaces“
Ausgeschrieben hat den Wettbewerb die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz. Er richtet sich ausschließlich an kleinere Kommunen. Um das zu verdeutlichen, werden die Coworking-Spaces dort auch „Dorfbüros“ genannt. Von allen Wettbewerbsteilnehmern werden pro Jahr drei ausgewählt. Diese Gewinnerkommunen bekommen einmalig bis zu 25.000 Euro für die Einrichtung ihres Dorfbüros, außerdem kommen sie in den Genuss einer anschließenden Projektförderung für den Bürobetrieb, jeweils maximal 25.000 Euro pro Jahr, und das drei Jahre lang. Die Kommune muss sich außerdem verpflichten, nach Ablauf der drei geförderten Jahre das Dorfbüro für weitere zwei Jahre selbstständig weiterzubetreiben.
Sollte die Verbandsgemeinde Göllheim zu den Gewinnern gehören, so stünden entsprechende Räumlichkeiten schon bereit: Im Erdgeschoss der früheren Werkstatt Breunich. Das Anwesen in der Göllheimer Hauptstraße (neben Haus Gylnheim) gehört inzwischen der Ortsgemeinde .
Mieteinnahmen von rund 2000 Euro pro Jahr
Falls das Vorhaben tatsächlich umgesetzt wird, rechnet die Verwaltung mit jährlichen Mieteinnahmen von rund 2000 Euro.
Bei der Vorstellung des Projekts in der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderates sagte Bürgermeister Steffen Antweiler, es sei wünschenswert, dass auch noch andere Institutionen, etwa die Kreismusikschule oder die Volkshochschule die Räumlichkeiten mitnutzen könnten. Auf Nachfrage von Ratsmitglied Thomas Mattern, ob man sich das so vorstellen dürfe, dass dann quasi Tische und Stühle weggeräumt würden, um Platz für eine andere Nutzung zu schaffen, präzisierte Antweiler, dass das genau so gedacht – und von der Entwicklungsagentur auch gewünscht – sei. Auch sei daran gedacht, im selben Gebäude, allerdings in einem separaten Büro, das VG-Tourismusbüro unterzubringen. Damit könne man gewährleisten, dass dann tagsüber immer jemand da sei.
Bewerbungsschluss ist der 27. März
Der VG-Rat hat sich einstimmig für die Teilnahme am Wettbewerb entschieden. Bewerbungsschluss ist der 27. März. Bis zum 8. Mai wird sich dann eine Jury mit den eingereichten Konzepten befassen. In der 20. Kalenderwoche (ab dem 11. Mai) werden die Ausgewählten benachrichtigt und die Verträge geschlossen. Spätestens Anfang Dezember könnte das Büro dann schon öffnen.
Auf RHEINPFALZ-Anfrage sagte VG-Chef Antweiler im Nachgang zur Sitzung, dass er sich gute Chancen für seine Verbandsgemeinde ausrechne, am Ende unter den Gewinnern zu sein. Doch wenn nicht, könne er sich gut vorstellen, die Idee Coworking-Space auch unabhängig davon weiterzuverfolgen.