Donnersbergkreis Göllheim: Ausschuss empfiehlt Bauhof-Schließung

Geht es nach den Mitgliedern des Göllheimer Werkausschusses, soll der Baubetriebshof zum 31. Dezember aufgelöst werden.
Geht es nach den Mitgliedern des Göllheimer Werkausschusses, soll der Baubetriebshof zum 31. Dezember aufgelöst werden.

2009 wurde er als dritter Betriebszweig der Verbandsgemeindewerke eingerichtet, der Werkausschuss sieht für ihn nun keine Zukunft mehr: Die Mitglieder des Ausschusses haben in ihrer jüngsten Sitzung dem Verbandsgemeinderat empfohlen, den Bauhof zu schließen. Bei diesem blieben, wie mehrfach berichtet, die Gewinne aus – stattdessen schreibt der Betriebszweig rote Zahlen.

Vor diesem Hintergrund kommt auch die Empfehlung nicht überraschend. Konsequenzen wurden bereits bei der Beratung der Jahresbilanzen 2016 im Oktober im Verbandsgemeinderat gefordert. Diese weist einen Verlust des Baube-triebshofes von knapp 9000 Euro aus (wir berichteten am 19. Oktober). Nun zeigt der Zwischenbericht zur wirtschaftlichen Entwicklung vom 30. September eine Fortsetzung der negativen Tendenz. Statt des geplanten Gewinns von 5800 Euro blieben die Erträge von rund 373.000 Euro hinter den Aufwendungen von rund 404.000 Euro zurück. Damit steht wieder ein Defizit bevor. Steffen Antweiler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Göllheim, verwies darauf, dass schon im Vorfeld zwei vakant gewordene Stellen beim Bauhof nicht neu besetzt worden seien. Die übrigen drei Mitarbeiter könnten in die Betriebszweige Kanal und Wasser integriert werden. Damit sei der Zeitpunkt für eine Entscheidung günstig. Schon in vergangenen VG-Ratssitzungen wurde darauf verwiesen, dass der Bauhof bei manchen Arbeiten zu teuer sei. Für etliche Arbeiten gebe es billigere alternative Anbieter. Bei den Mitgliedern des Werkausschusses gab es keinen Diskussionsbedarf. Sie empfehlen dem Verbandsgemeinderat die Auflösung des Baubetriebshofs zum 31. Dezember dieses Jahres. Das Eigenkapital von 50.000 Euro soll auf das Wasserwerk rückübertragen werden. Die bis zum Jahresende aufgelaufenen Verluste gehen zu Lasten des Verbandsgemeindehaushalts. Eine Gegenstimme von Dieter Runck (SPD) bezog sich auf die Modalitäten der Abwicklung. Für das Wasser- und das Kanalwerk sah Antweiler hingegen in den Zwischenberichten eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges. Beim Wasserwerk sieht es statt eines eingeplanten Verlustes von rund 88.000 Euro nach einem Gewinn aus. Beim Kanalwerk zeichnet sich eine Verringerung des erwarteten Defizits von etwa 131.000 Euro ab. Für 2018 deutet sich auch hier ein Gewinn an. Durch die beschlossene Gebührenerhöhungen hat sich die Ertragslage bei beiden Betriebszweigen verbessert. Die positive Entwicklung, so Antweiler, gebe Hoffnung auf eine Konsolidierung der wirtschaftlichen Verhältnisse. Den Auftrag für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der Annexe Schönblick in der Ortsgemeinde Biedesheim vergab der Ausschuss an die Firma Knebel Bau aus Bingen. Die Kosten belaufen sich auf knapp 733.000 Euro.

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