Donnersbergkreis Fusion offiziell besiegelt

Nun ist es amtlich: Mit dem Eintrag in das Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Kaiserslautern am 9. September ist der Zusammenschluss der Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz und der VR-Bank Westpfalz mit Sitz in Landstuhl besiegelt. Das fusionierte Kreditinstitut trägt nun den Namen „Volksbank Kaiserslautern eG“.
Vorstandsmitglied Karl-Heinz Reidenbach sagte am Mittwoch gegenüber der RHEINPFALZ, mit dem neuen Geldinstitut werde eine bessere Betreuung des großen Geschäftsgebiets durch eine Bündelung der Kräfte erreicht. Er erinnerte daran, dass sich mit der Fusion der beiden Banken das Geschäftsgebiet von Ebernburg im Norden bis nach Winzeln, fast an die französische Grenze, erstreckt. Die neue Bank hat 70.000 Kunden – davon entfallen 40.000 auf die bisherige Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz. Die Bilanzsumme steigt mit der Fusion auf 1,3 Milliarden Euro, verteilt auf zuvor 800 Millionen bei der Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz und 500 Millionen Euro bei der VR-Bank Westpfalz. Seit Monaten laufen die organisatorischen und technischen Vorbereitungen für die Verschmelzung, die mit der Zusammenführung der Datenbestände am letzten September-Wochenende ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen werden. Die Vertreterversammlungen der Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz und der VR-Bank hatten im Mai dieses Jahres einstimmig die Fusion der beiden Geldhäuser beschlossen. Die strategische Aufstellung der neuen Volksbank Kaiserslautern geht von vier Regionalmärkten und vier Kompetenzzentren aus, die in Kaiserslautern, Ramstein, Rockenhausen und in Waldfischbach angesiedelt sind. Wie berichtet, ist das „Produktionszentrum Werk/Bank“ – so die offizielle Bezeichnung – Ende Juli in der Rognacallee 8 in Rockenhausen eingeweiht worden. Hier sind 40 Mitarbeiter der Volksbank überwiegend mit der Abwicklung von Kreditgeschäften, darüber hinaus auch mit Sachbearbeitungs- und Kontrollaufgaben im Wertpapiergeschäft oder im Einlagengeschäft betraut. Zudem übernehmen sie Spezialaufgaben wie beispielsweise die Bearbeitung von Nachlassfällen. Mit der Fusion ist der Vorstand des Geldinstituts mit Sitz in Kaiserslautern von drei auf fünf Mitglieder angewachsen. Die beiden Vorstände der VR-Bank, Alexander Kostal und Karlheinz Stemler, treten in den Vorstand ein, der bisher von Karl-Heinz Reidenbach, Albrecht Steller und Peter Kullmann gebildet wurde. Zur Freude über den gelungenen Fusionsprozess kommt noch Freude über eine Auszeichnung dazu: In einem Wettbewerb, den das Institut für Vermögensaufbau in München veranstaltet hatte, konnte das Kaiserslauterer Geldinstitut in der Kanalstraße wieder punkten. Die Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz landete als „Beste Bank“ auf Platz eins in Kaiserslautern und in Rheinland-Pfalz sowie auf Platz 24 unter insgesamt 579 Banken und Sparkassen in ganz Deutschland. Getestet wurden dabei anonym an einem Fallbeispiel die Filialen in Kanalstraße und Zollamtstraße in Kaiserslautern. |rdz/jös