Donnersbergkreis Freibad-Saisonkarten werden günstiger

Während der Einzelkarten-Preis fürs Winnweilerer Bad im Vergleich zum Vorjahr unverändert bleibt, dürfen sich Käufer von Saisonkarten auf eine Preissenkung freuen. Das hat der Verbandsgemeinderat Winnweiler in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Im Gegenzug müssen sich Dauerkarteninhaber allerdings damit abfinden, dass das Becken zu Beginn und Ende der Badezeit kühler sein dürfte als sonst.
Wann das Freibad in diesem Jahr erstmals die Tore öffnet, ist laut Bürgermeister Rudolf Jacob (CDU) noch unklar. Je nach Witterung werde das Freibad in der ersten Hälfte des Monats Mai eröffnet. Gut möglich, dass sich Badegäste dann zu bestimmten Zeiten auf verhältnismäßig niedrige Wassertemperaturen einstellen müssen. Wie Jacob informierte, ist die Heizungsanlage für die Beckenwassererwärmung gegen Ende der letzten Badesaison endgültig ausgefallen. Eine Reparatur des betroffenen Kessels sei nicht möglich, ein Austausch wegen der bevorstehenden Generalsanierung unwirtschaftlich. Vom Einsatz einer mobilen Heizungsanlage habe man wegen der Kosten von etwa 70.000 Euro für eine Badesaison Abstand genommen. Somit sei die Erwärmung des Wassers nur noch über die Solarabsorber möglich. Das aber bedeute, dass zum Beginn und Ende der Badezeit die 20 Grad Wassertemperatur nicht immer erreicht werden. Jacob schlug dem VG-Rat daher einen Preisnachlass bei den Saisonkarten von zehn Prozent vor – im Gegensatz zu den Tageskarten, da sich der Schwimmbadbesucher hier bewusst für einen Zeitpunkt entscheide. Der Bürgermeister rechnet auf Grundlage des Saisonkarten-Durchschnitts der letzten drei Jahre mit Mindereinnahmen von 1900 Euro. Eine Preissenkung um zehn Prozent bei den Saisonkarten – für Ratsmitglied Reiner Merz (Grüne) war das nicht genug: Weil die Heizung nicht funktioniere, spare die VG als Betreiber des Bades in diesem Jahr 16.000 Euro, betonte Merz. Er sehe darin eine massive Einschränkung und erwarte ein großzügiges Reagieren. Jacob betonte, dass die letzte Anpassung zum Wirtschaftsjahr 2006 erfolgt sei, was schon ein großes Entgegenkommen an die Badegäste bedeute. Seither habe es keine Preisanpassungen an die gestiegenen Kosten gegeben, so Jacob. Elisabeth Franck (CDU) brachte die jährlichen Verluste ins Gespräch, die mit Steuergeldern abgefangen werden müssen. Und Ulrich Kolb (FWG) ergänzte: „Wir legen jedes Jahr über 200.000 Euro drauf.“ Merz beantragte eine Reduzierung der Tageskartenpreise um 20 Prozent. Sein Antrag erhielt jedoch nur zwei Ja-Stimmen aus der Grünen-Fraktion. Während sich die beiden Grünen-Ratsmitglieder enthielten, stimmte der Rest des Rates für die Preissenkung bei den Saisonkarten um zehn Prozent. Damit kostet die Saisonkarte für Erwachsene in diesem Jahr 36 Euro, für Familien 54 Euro und für Jugendliche unter 18 Jahren 22,50 Euro. Die Tageskarte kostet weiterhin 2,70 Euro. Personen unter 18 Jahren zahlen 1,40 Euro, Kinder unter sieben Jahren sind frei. Die Zwölferkarte kostet für Erwachsene 27 Euro und für Jugendliche 14 Euro. Angeboten wird ein vergünstigter Spättarif ab 17 Uhr: Hier zahlen Erwachsene zwei Euro, Jugendliche die Hälfte.