Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Freibäder: Nach starkem Beginn lässt Resonanz wetterbedingt nach

Besser als im Vorjahr ist in dieser Saison der Besuch im Rockenhausener Naturbad. Aktuell kommen allerdings aufgrund der mäßigen
Besser als im Vorjahr ist in dieser Saison der Besuch im Rockenhausener Naturbad. Aktuell kommen allerdings aufgrund der mäßigen Witterung nicht allzu viele Gäste, wie unser Foto von Mittwochnachmittag zeigt.

Neben Corona haben die Freibäder zusätzlich noch mit dem schlechten Wetter zu kämpfen. Kein Wunder, dass die Besucherzahlen nicht gerade durch die Decke gehen, wie unsere Umfrage ergeben hat. Doch die Betreiber sind sich einig, welcher Faktor die größere Rolle spielt. Die Hoffnung auf ein gutes Ende bleibt.

„Mäßig“ ist die Saison nach Angaben der Betriebsleiterin Romana Bethge bislang im Waldschwimmbad Eisenberg gelaufen. Seit 16. Juni können Gäste hier den Badespaß erleben. Aufgrund der Corona-Pandemie dürfen täglich in drei Zeitzonen jeweils 183 Personen gleichzeitig ins Schwimmbad – also maximal 549 pro Tag. Erst dreimal sei es jedoch dazu gekommen, dass die Obergrenze erreicht war und niemand mehr hineingelassen werden konnte. „Unsere aktuellen Monatsbesucher hatten wir in der Zeit vor der Corona-Pandemie an einem Wochenende“, berichtet Bethge.

Im Normalbetrieb ist das Bad für 4000 Personen zugelassen. Selbst bei schlechtem Wetter hätten in der Vergangenheit – das heißt vor Corona – oft noch bis zu 1500 Badelustige das Angebot genutzt, so Bethge. Bis 12. September wird das Waldschwimmbad wohl noch geöffnet bleiben. Eine Besserung ist in den Augen von Bethge nicht in Sicht: „Ich denke, es bleibt so wie bisher.“

Naturbad: Besserer Besuch als im Vorjahr

Etwas anders sieht die vorläufige Bilanz beim Naturerlebnisbad in Rockenhausen aus: Dieses sei in jedem Fall besser besucht als im Vorjahr. „Durch die geringeren Einschränkungen und Lockerungen kommen wir beinahe an die Verhältnisse vor der Pandemie heran“, teilt Dennis Gies von den Verbandsgemeindewerken Nordpfälzer Land mit.

Aktuell darf das Erlebnisbad nur zur Hälfte gefüllt werden, weshalb die Besucherzahlen aus der Zeit vor der Pandemie ohnehin nicht erreicht werden könnten. „An heißen Tagen ist das Bad aber immer sehr gut besucht“, teilt Gies mit. Deshalb kommt er zu dem Schluss, dass etliche Gäste eher wegen des Wetters und weniger aufgrund der Corona-Beschränkungen fernblieben.

Seit 2. Juni läuft die Saison in Rockenhausen, bis Mitte September wird das Bad voraussichtlich geöffnet sein. Die Hoffnung hat Gies noch nicht aufgegeben: „Wir würden uns sehr freuen, wenn der Sommer endlich seinen wahren Glanz zeigt und uns einen schönen Abschluss mit vielen Badegästen beschert.“

Winnweiler: 10.000 Besucher in einem Monat

Demgegenüber ist im Freibad Winnweiler noch kein Vergleich zum Vorjahr möglich. „Bei uns ist das eine Sondersituation“, sagt Jutta Neißer von der Verbandsgemeindeverwaltung Winnweiler mit Verweis auf die wegen der grundlegenden Sanierung des Freibades sowie der Corona-Pandemie ausgefallenen Badesaisons 2019 und 2020. In diesem Jahr dürfen nun endlich wieder Gäste ins neu eröffnete Bad.

Dieses hat im Juni 10.000 Gäste verzeichnet – eine starke Resonanz zum Auftakt. „Viele waren neugierig“, so Neißer. Im Juli nutzten immerhin noch 6400 Badegäste das Angebot. Doch inzwischen machten sich sowohl die ungünstige Wetterlage als auch die wieder verschärfte Corona-Situation bemerkbar. „Der August hat nicht so toll angefangen“, sagt Neißer. Der Andrang werde jedoch in erster Linie vom Wetter und nicht von der Pandemie bestimmt, betont auch Neißer. Aktuell dürfen 600 Personen gleichzeitig ins Bad, einmal sei bisher die volle Kapazität ausgeschöpft worden.

Das Wartbergbad in Alzey darf derzeit von 1300 Personen auf einmal besucht werden. „Die Saison wäre jedoch wohl auch ohne Corona ruhig verlaufen“, sagt der leitende Schwimmmeister Willi Ehret mit Blick auf das Wetter. Sobald es wärmer wurde, sei auch die Besucherzahl angestiegen. „Bei niedrigeren Temperaturen bleiben uns nur einige Dauergäste“, so Ehret.

Kibobad profitiert von schlechtem Wetter

Bereits im vorigen Jahr sei die Resonanz wegen der Pandemie nur mäßig gewesen. „Viele wollten sich nicht registrieren und sind eher an den Badesee gefahren“, erzählt der Schwimmmeister. Dieses Jahr hat das Bad seit 16. Juni geöffnet. Wann die Badesaison endet, werde durch das Wetter und die Besucherzahlen bestimmt. Ehret: „2020 hatten wir bis 4. Oktober geöffnet“.

Nur einem spielt das Wetter in die Hände – besser gesagt in die Kasse: dem Kibobad in Kirchheimbolanden. Denn hier spielt sich der Badespaß im Inneren ab. „Sobald das Wetter zwei Tage lang schlecht ist, steigen die Anmeldungen“, informiert VG-Werkleiter Ulrich Kurz mit Blick auf die Pandemie-bedingt notwendige Vorab-Registrierung. Jedoch sei das Hallenbad sogar bei gutem Wetter ansprechend gefüllt. „Nicht jeder möchte in der Sonne gegart werden“, so Kurz.

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