Donnersbergkreis FKK-Gelände am Alsenzufer?

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Gibt es bald nackte Tatsachen am Alsenz-Ufer? Davon ist jedenfalls der Alsenbrück-Langmeiler Ortsvorsteher Kurt Müller fest überzeugt: Nach seinen Angaben möchte ein international tätiger Betreiber von Saunalandschaften und FKK-Stränden entlang dem vor zwei Jahren verlegten Bachbett am Langmeiler Ortsausgang Richtung Münchweiler auf rund 5000 Quadratmetern ein Bade-Gelände für Anhänger der Freikörperkultur errichten.

„Wir stehen mitten in heißen Verhandlungen“, sagte Müller im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Deshalb könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Details der geplanten FKK-Anlage preisgeben. Nur soviel: Zum Konzept gehörten eine große Liegewiese, ein naturnaher Schwimmteich und natürlich ein rundum verlaufender Sichtschutz, der zudem durch von der Firma Mobotix zur Verfügung gestellten Sicherheitskameras auf Spanner überwacht wird. Das Gelände an der Langmeiler Ziegelhütte sei durch die vor zwei Jahren erfolgte Renaturierung der Alsenz mit dem schlangenlinienförmigen Verlauf auch optisch perfekt für das Vorhaben geeignet. Allerdings seien die Gespräche in den vergangenen Wochen etwas ins Stocken geraten – daher hoffe er, dass der Investor Nu D. Ist tatsächlich „hinten wie vorne“ sei und nun „endlich die Hosen herunterlässt“, so Müller. Für die Ortsgemeinde Winnweiler – und damit auch für den Ortsteil Alsenbrück-Langmeil – wäre die Ansiedlung ein lukratives Geschäft: „Nicht nur wegen den Einnahmen aus dem Verkauf des Grundstücks und der Gewerbesteuerzahlungen. Was die meisten nicht wissen: Für FKK-Einrichtungen wird an die jeweilige Gemeinde eine Freizügigkeitssteuer in Höhe von 0,10 Euro pro Gast fällig.“ Über das Jahr käme so eine fünfstellige Summe zusammen – für den Ortsvorsteher wäre das ein gerechter Ausgleich zu den geplanten Windrädern auf dem Bocksrück: „Ohne jemanden bloßstellen zu wollen – aber es kann nicht sein, dass die einen durch Windräder die ganze Kohle in die Tasche stecken, andere aber mit Schuhen und Strümpfen untergehen.“ Befürchtungen, die Freikörperkultur sei aus der Mode gekommen, tritt Müller energisch entgegen: „Ich bin sicher, dass eingefleischte FKK-Fans von weit her in die Nordpfalz kommen und sich auch die Alsenbrück-Langmeiler von ihrer besten Seite zeigen werden.“ Er glaubt jedenfalls nicht, in einiger Zeit den (Bade-)Mantel des Schweigens über das Projekt decken zu müssen: „Wenn der Investor nicht noch kneift, wird das Ganze hundertprozentig ein Erfolg.“ So soll etwa für Gäste durch lukrative Angebote ein Anreiz zum Wiederkommen geschaffen werden. Ein Beispiel: „Ich könnte mir vorstellen, dass es für den Kauf einer Dauerkarte eine kostenlose Mitgliedschaft in unserem Langmeiler Wämmes-Club gibt.“ (kra)

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