Donnersbergkreis Feuerwehrmann Heinz und sein Kampf mit den Flammen

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Mit „Helden voll durch’s Feuer“ gastierte der hessische Kabarettist Manfred Kessler am Samstag bei der Stützpunktfeuerwehr in der Feuerwache in Winnweiler. Erzählt wurde die Geschichte eines Mannes, der 50 Jahre lang ordnungsgemäß seinen Dienst im Brandschutz versehen hatte, bevor er irgendwann ohne triftigen Grund einen Einsatz verschlief. Die Folgen waren verheerend.

Es war nicht der Abend der Lachsalven, Manfred Kessler skizzierte vielmehr den schmalen Grat, auf dem sich all jene bewegen, die für andere Menschen „durchs Feuer gehen würden“. Spielerisch und kurzweilig stellte er dar, wie dicht der „Held“ und der „Versager“ manchmal beieinander stehen können. Im Mittelpunkt stand Feuerwehrmann Heinz, der von Geburt an stets in zweiter Reihe stand. So zunächst auch bei der Feuerwehr seiner Heimatgemeinde. Bereits bei seinem ersten Brand macht der brave Heinz Bekanntschaft mit dem roten Hahn, Brandstifter und lebenslanger Widersacher in einem. 50 Jahre später wird er für sein Wirken mit Pauken und Trompeten geehrt. Dabei verstand es die Technik recht gut, die weiteren Rollen des Künstlers mit multimedialen Effekten und Kostümen einzubinden. So auch seine Ehrung im Festzelt der Feuerwehr. Und schon kurz nach der glanzvollen Ehrung droht der Fall des braven Feuerwehrmannes Heinz. Ein Großbrand in der Puddingfabrik, und der stolze Feuerwehrmann mit der höchsten Auszeichnung überhört aus unerklärlichen Gründen die Alarmierung. Seine innere Stimme meldet sich zu Wort und macht ihm schwere Vorwürfe. „Ich kann doch nichts dafür, ich habe meine Sache doch immer gut gemacht“, verteidigte er sich gegenüber seinem inneren Ich. Doch in seiner Fantasie sieht er bereits seine Entlassung und den Gang zum Sozialamt, am Ende sogar die Unterbringung in einem Männerwohnheim. Sein inneres Dilemma wird immer größer und am Ende verteidigt er sich voller Verzweiflung gar damit, dass er die Puddingfabrik doch gar nicht angesteckt habe. Vor lauter Verzweiflung mixt er sich einen Drink, aus Bier, Zwiebeln und Maggi. Irgendetwas davon wird schon helfen! Doch nichts hilft, immer weiter plagt ihn das Gewissen, weil er beim Großeinsatz gefehlt hat. Erschöpft legt er sich schließlich zum Schlafen nieder, erinnert sich aber zuvor noch an eine alte Dienstvorschrift aus dem Jahr 1949, die besagt, wie eine Diensthose vor dem Schlafengehen hinzulegen sei. Ein weiterer Alarm reißt ihn aus seinem Schlaf – er hat von seiner geliebten Lieselotte geträumt – und benommen fällt es ihm schwer, in die Dienstkleidung zu schlüpfen. Als es dann endlich soweit ist, meldete der Einsatzleiter die Löschung des Feuers. Wieder zu spät! Dennoch macht sich Heinz auf den Weg und die ebenfalls von Manfred Kessler verkörperte „Mutter Traudel“ beginnt in seinen vier Wänden Ordnung zu schaffen. Sie selbst wohnt im Oberdorf, und vom Balkon aus hätte sie den besten Überblick über alle Brände im Ort, berichtet sie. Da nun auch die Grundschule bis auf die Grundmauern niederbrannte, verdichtet sich der Verdacht auf einen Brandstifter. Jetzt läuten bei Heinz die Alarmglocken, der Brandstifter „roter Hahn“ fällt ihm wieder ein. Mit dem ersten Hahnenschrei beginnt seine akribische Recherche, und Heinz findet heraus, dass als nächstes das Rathaus in Schutt und Asche fallen soll. Dann meldet sich telefonisch der „rote Hahn“, der sein Notizbuch einfordert und bereit ist, die Aufzeichnungen der nächsten Brände gegen das Rathaus zu tauschen. Doch als Heinz das Verwaltungsgebäude der Stadt erreicht, schlagen ihm schon die ersten Flammen entgegen. Er stürzt sich in das Gebäude und rettet unter Einsatz seines Lebens ein Kind. Die Rettung eines Menschenlebens hat bei der Feuerwehr höchsten Stellenwert und wird entsprechend honoriert. „Gestern wollten sie mich noch rausschmeißen, heute bin ich ein gefeierter Mann“, triumphierte Feuerwehrmann Heinz nach seiner Ehrung, bei der sein Mut und seine Tapferkeit in den Vordergrund gestellt werden.

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